Meist im Katzemicher Dorfdialekt brachten die Redner ihre Zuhörer schnell in fränkische Ekstase.
Dabei ist die "Katzemicher Fosenöchtergesellschaft" nur ein loser Zusammenschluss von Faschingsfreunden, die Spaß an der fünften Jahreszeit haben. Die führenden Köpfe sind Eddie Kessler und Michael Böhnlein. Während Kessler den Kartenvorverkauf und die Küche des Vereinsheimes organisiert, kümmert sich Böhnlein um die Mitwirkenden und das Programm. Telefonisch fragt er bei den in Frage kommenden Narren an, ob sie sich bei der Büttensitzung beteiligen wollen.
"Wir machen das aus Spaß an der Freud. Keiner weiß, was der andere macht. Jeder hält sich bedeckt, denn es soll ja etwas Besonderes und eine Überraschung sein. Ich organisiere das gerne, weil es mir Spaß macht. Wir alle machen uns die Mühe, damit in Katzenbach im Fasching etwas los ist", erklärt Böhnlein.
Als "Hausmeister des Vereinsheimes" nahm Norbert Halbig das Katzenbacher Dorfgeschehen auf die Schippe. "Es kostet schon etwas Überwindung in der Bütt zu stehen. Aber ich spiele schon seit 30 Jahren Theater, da hat man Routine. Das Komische liegt mir im Blut", erklärte Halbig. Seine Büttenreden schreibt er übrigens immer selbst. Dazu hört er sich das ganze Jahr im Dorf um und sieht zu, was er in lustige Sprüche verarbeiten kann. Die besten Geschichten schreibt halt doch das Leben.