Bad Kissingen
Benefizkonzert

Werbung für eine glanzvolle Zeit

Den Umzug vom Palmenhaus der Kurgärtnerei in den Tattersall nach zehn Jahren haben die Freunde des Rakoczy-Festes problemlos mitgemacht: Der Förderverein konnte wieder ein volles Haus begrüßen.
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Vier Hauptpersonen des Rakoczy-Festes und des Fördervereins:Fürst Ferenc Rákóczi (Timo Baier) , die neue Quellenkönigin Martina I.. Erika Burger und Prinzregent Luitpold alias Peter Krug.  Foto: Klaus Werner
Vier Hauptpersonen des Rakoczy-Festes und des Fördervereins:Fürst Ferenc Rákóczi (Timo Baier) , die neue Quellenkönigin Martina I.. Erika Burger und Prinzregent Luitpold alias Peter Krug. Foto: Klaus Werner
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"Ich war immer überzeugt, dass wir nach dem Palmenhaus auch den Tattersall füllen werden", meinte Peter Krug angesichts der 270 Gäste beim Jubiläumskonzert "Salon- und Kaffeehausmusik der 20er und 30er Jahre". Mit "wir" meinte der Vorsitzende des Vereins der Freune des Rakoczy-Festes die Aktivposten des Vereins, die sich diesmal im einheitlichen Outfit - die Herren in Weste und roter Fliege, die Damen in entsprechender Schürze - um das Wohl der Gäste kümmerten
und im Vorfeld in die ehemaligen Reithalle ein "Salon- und Kaffeehaus-Ambiente" gezaubert hatten. Bei "wir" ist aber auch Erika Burger dabei, die vor zehn Jahren das erste Konzert zugunsten des Festes gestaltete und damit den Anstoß zur Gründung des Fördervereins gab. Mittlerweile hat der Verein 70 000 Euro zur Ausgestaltung des Rakoczy-Festes beitragen können, so Prinzregent Luitpold alias Peter Krug. Zusammen mit dem Fürst Ferenc Rákóczi (Timo Baier) und Quellenkönigin Marie Sophia I. wurde die "Quelle 2015" vorgestellt: Martina I. erhielt die Schärpe als sichtbares Zeichen von Amt und Würden.

Der Wirtschaftskrise zum Trotz

Auf die Zeit der 20er und 30er Jahre stimmte Moderatorin Anna Krug ein: 36.000 Kurgäste waren 1922 in Bad Kissingen, die Münchner Philharmoniker waren das Kissinger Kurorchester, Kurswagen verbanden Bad Kissingen mit deutschen Großstädten und am Bahnhof warteten Dienstmänner. Trotz der Weltwirtschaftskrise entwickelte sich in den nicht immer goldenen 20- und 30er Jahren ein geselliges Leben, so Anna Krug, mit einem besonderen Musikstil - und diese Hommage an das vergangene Jahrhundert wurde von Dieter Schaufel (Piano) und Dieter Korstian (Gesang) präsentiert. Dabei hatten sich die Organisatoren einen kurzweiligen Mix aus gekonnter Moderation, wundervollen Melodien aus UfA-Filmen, bekannten Liedern von noch bekannteren Künstlern und Gruppen wie den Comedian Harmonists sowie humorvollen Überleitungen ala Max Raabe einfallen lassen.

Wie im Berliner Kaffeehaus

Stilgerecht im schwarzen Frack mit weißer Weste und weißer Fliege stand Dieter Korstian auf der Bühne, stilsicher vermittelte er die Atmosphäre eines Berliner Kaffeehauses, die einst zu den beliebtesten Treffpunkten der feinen Gesellschaft gehörten. Darüber hinaus präsentierte das Duo Evergreens wie "Ich brech´ die Herzen der stolzesten Frau´n", "Veronika, der Lenz ist da", "Ich tanze mit dir in den Himmel hinein", "Zwei rote Rosen, ein zarter Kuß" oder das gefühlvolle "Irgendwo auf der Welt" aus dem Film "Ein blonder Traum". Erika Burger erinnerte an das erste Benefiz-Konzert, das im Jahre 2006 Zarah Leander gewidmet war.
Zur Pause folgten die Gäste der Aufforderung, im angrenzenden Saal bei Speisen und Getränken großzügig zuzugreifen, damit sich die Kasse des Vereins füllt und dadurch das Rakoczy-Fest profitiert. Doch dann ging es im "Kaffeehaus-Stil" und als Trio Burger - Korstian - Schaufel u. a. mit "Man müsste Klavier spielen können", "In der kleinen Konditorei", "Mein kleiner grüner Kaktus" und "Ich fahr mit meiner Klara in die Sahara" weiter. Die Begeisterung des Publikums zeigte sich nicht nur im begeisterten Applaus bei den einzelnen Stücken, sondern auch im überschäumenden Schlussapplaus, durch den sie sich noch drei Zugaben erklatschten.
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