Oerlenbach
Bühnenspass

Wenn's plötzlich Millionen gibt

Die Theatergruppe des TSV Oerlenbach zeigt in diesem Jahr die Komödie "Nimm du die Muschi". Das Bühnenbild ist fertig. Nach den ersten Lesungen mit verteilten Rollen laufen die Proben jetzt auf Hochtouren.
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Fertiggestellt ist das Bühnenbild. Jonas Kiesel (links) und Thomas Mützel hängen gerade noch eine Uhr auf.  Fotos: Stefan Geiger
Fertiggestellt ist das Bühnenbild. Jonas Kiesel (links) und Thomas Mützel hängen gerade noch eine Uhr auf. Fotos: Stefan Geiger
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Seit Jahrzehnten gehören die Theatervorstellungen des TSV Oerlenbach zum Weihnachtsfest. In diesem Jahr zeigt die Gruppe an drei Abenden im Pfarrsaal die Komödie "Nimm du die Muschi", einen Dreiakter von Maria Warmuth. Regie führt Andreas Schmitt.

In dem Lustspiel geht es drunter und drüber, wie erste Einblicke in die Proben verraten.
Wer möchte nicht einmal mehrere Millionen Euro erben? Diese Frage überrascht die Familien Brockstett und Kornwiegl, als ein weit entfernter Vetter plötzlich stirbt und jede Menge Kohle hinterlässt.

Vor allem die dominanten Frauen sind heiß auf den unerwarteten Reichtum. Die Söhne allerdings haben andere Pläne. Da kommt eines Tages ein nettes Fräulein Schmitt mit "Muschi" am Bahnhof an. Wirrungen und Irrungen, Überraschungen und Attacken nehmen ihren Lauf. Und wie geht es aus? Das wird erst bei der Aufführung verraten, auch wenn vieles auf ein Happy End hindeutet.


In gewohnten Spuren

Die Laienspielgruppe hat sich im TSV längst zu einer festen Säule entwickelt. Die Vorbereitung läuft in gewohnten Spuren: An Allerheiligen treffen sich die Akteure zu einem Theaterbrunch. "Im Vorfeld haben wir Vorstellungen anderer Theatergruppen besucht. Außerdem habe ich einige Werke aus dem großen Angebot von Volksstücken gelesen. Diese stelle ich in groben Zügen vor. Wir überlegen, wer eventuell welche Rolle übernehmen würde bzw. könnte", berichtet Regisseur Andi Schmitt und fügt an: "Auch diesmal konnten wir uns rasch einigen, auch wenn die Besetzung mit je sechs Damen und Herren nicht ganz einfach war. Doch es gelang, nachdem wieder zwei neue Mitwirkende gefunden werden konnten."


Leseproben im November

Im November liefen Leseproben. Auf den einen warteten viele Einsätze, andere wiederum kommen günstiger weg. Doch alle sind mit ihrem Part zufrieden. Zu ihnen gehört Ina Möller, die erstmals eingreift. Sie wohnt mit ihrer Familie in Ebenhausen und arbeitet seit diesem September an der Ganztagsschule Oerlenbach. Hier ist auch Anja Mützel, die sich seit Jahren dem Laientheater verschrieben hat. Als eine Frauenrolle gesucht wurde, ergab sich die Lösung. "Ich habe in der Schule und bei Ferienfreizeiten schon ein bisschen Theater gespielt. Die Aufgabe reizte mich, zumal die Proben abends sind. Da kümmert sich mein Partner um die drei Kinder. Für mich ist die Bühne eine schöne Abwechslung. Ich wurde toll aufgenommen. Die Rolle ist für den Anfang nicht zu groß. Das passt", verrät sie im Gespräch.

Zum zweiten Mal ist Holger Sempert dabei. "Ich habe eine wunderbare Rolle, mir auf den Leib als ,Politiker von Rang und Namen' zugeschnitten. Mehr Text als im Vorjahr, aber kein Problem. Man muss sich ja fordern." Und er lobt das Klima im Team: "Das macht einfach Spaß. Da kommt man gerne. Wir freuen uns auf die Premiere."


Wortkarger Liebhaber

Trotz seiner Jugend hat Jonas Kiesel schon seinen fünften Auftritt. "Ich spiele einen jugendlichen Liebhaber. Passt prima. Text habe ich nicht zu viel, denn ich studiere in Würzburg im fünften Semester Funktionswerkstoff. Da kann ich nicht immer abends bei allen Proben dabei sein", berichtet er und freut sich, wenn es auf der Bühne an den Weihnachtstagen heiß hergehen wird.

Seit Anfang Dezember proben die Akteure auf der Bühne. Andi Schmitt stellt sich der Doppelbelastung als Regisseur und Mitspieler, allerdings in einer kleineren Rolle. Außerdem kümmert er sich mit seinen Helfern um Bühnenbild, Kostüme und Souffleusen. Der Pfarrsaal muss mit Stuhlreihen und Platznumerierungen hergerichtet, und Stärkungen müssen für die Pausen vorbereitet werden. Alles wird klappen. Die Besucher dürfen sich auf gut zwei Stunden voller Turbulenzen freuen.
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