Stefan Ruppert, Weinbauvereins-Vorsitzender, hoffte auf "ein trockenes Weinfest von oben", was sich zumindest am ersten Abend erfüllte. Hatte doch der Weinbauverein in den vergangenen beiden Jahren bei seinen Veranstaltungen in Hammelburgs "guter Stube" wenig Glück mit dem Wetter.

Dank für Unterstützung


Lob spendete Ruppert Vereinen und Lieferanten, welche die Winzer mit Gerätschaften unterstützten. FC Hammelburg, TV/DJK, Feuerwehr und die Firma Getränke-Mies stellten Pagodenzelte und Sitzgarnituren, Kuchentheke, Spülmaschine und Sonnenschirme zur Verfügung. "Eine echte Hilfe", lobte der Vorsitzende.

Gute Ernte erwartet


Groß sind die Erwartungen der Saaletalwinzer an die heurige Ernte. "Der Ansatz ist gut", wie Ruppert an den Gescheinen (Blütenstand) erkannte: "Den Frost haben wir ganz gut überstanden, wobei die Hammelburger Winzer viel Glück hatten." Nach zwei weniger ertragreichen Jahren stehe eine positive Prognose ins Haus - die auch dringend nötig sei.
"Mit dem touristischen Zugpferd Weinbau wollen wir Besucher in die Region holen. Wir bewerben deshalb den Wein bis nach Schweinfurt und Fulda", erklärte Ruppert. Das sei mit hohen Kosten verbunden, es könnten dabei aber auch "einige Geschäfte gemacht werden."
Bürgermeister Ernst Stross (SPD) konnte neben zahlreichen Gästen auch drei Weinhoheiten begrüßen. Neben der Fränkischen Weinkönigin waren dies die Hammelburger Weinprinzessin Antonia Müller und ihre Ramsthaler Kollegin Irina Neder. Stross stieß mit ihnen an und ermunterte die Gäste, sich verwöhnen zu lassen. Auch dankte er dem Weinbauvereins für die Organisation des Fests.

"Wein und Speisen genießen"


Die meisten Besucher waren Einheimische und Weinfreunde aus dem Umland. Doch auch "Weitgereiste" waren unter den Schöpplern zu finden, wie Monika Weiß aus Essen. Bereits zum dritten Mal bei einem Hammelburger Weinfest meinte sie: "So etwas Schönes kennen wir bei uns nicht. Deshalb komme ich gerne hierher, um die Atmosphäre, den Wein und die Speisen zu genießen." Die meisten der offerierten Gaumenfreuden seien in Nordrhein-Westfalen unbekannt.
Für die kulinarischen Genüsse sorgten die Direktvermarkter Walter Zeitz aus Diebach und Edgar Lippert aus Euerdorf und die Bäckerei Walter Emmert. Wer selbst "Wein- und Gaumenfreuden" erleben will, hat heute zum Festausklang noch einmal Gelegenheit hierzu.