Bad Kissingen
Aktion

Weihnachtshilfe-Spenden: Überwältigend!

Bei der "Weihnachtshilfe" der Saale-Zeitung ist in diesem Jahr für bedürftige Menschen, die im Landkreis leben, eine Rekord-Summe zusammengekommen.
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Einen Scheck mit so einer hohen Summe hat die Saale-Zeitung noch nie ausgestellt: Annett Lüdeke, stellvertretende Redaktionsleiterin, und Paul Ziegler, Redaktionsleiter der Saale-Zeitung, übergeben die Spenden dem Caritasverband des Landkreises. Anne Hilpert, bald die neue Geschäftsführerin, und Sozialberaterin Gabriele Morath (v.r.) sind überwältigt von der hohen Spendenbereitschaft der Bürger. Foto: Carmen Schmitt
Einen Scheck mit so einer hohen Summe hat die Saale-Zeitung noch nie ausgestellt: Annett Lüdeke, stellvertretende Redaktionsleiterin, und Paul Ziegler, Redaktionsleiter der Saale-Zeitung, übergeben die Spenden dem Caritasverband des Landkreises. Anne Hilpert, bald die neue Geschäftsführerin, und Sozialberaterin Gabriele Morath (v.r.) sind überwältigt von der hohen Spendenbereitschaft der Bürger. Foto: Carmen Schmitt
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Die Spendenbereitschaft ist enorm: 37 500 Euro sind bei der "Weihnachtshilfe"-Aktion der Saale-Zeitung bisher gespendet worden. Jedes Jahr in der Weihnachtszeit ruft die Saale-Zeitung die Bewohner des Landkreises auf, für ihre Mitmenschen zu spenden - heuer zum 20. Mal. Mit diesem Geld leistet der Caritasverband des Landkreises Bad Kissingen Hilfe zur Selbsthilfe.

"Dieses Ergebnis ist ein Zeichen dafür, dass wir ein Bewusstsein geschaffen haben: Die Menschen nehmen die Leute wahr, die durch das soziale Raster fallen", sagt Paul Ziegler, Redaktionsleiter der Saale-Zeitung. Diese Menschen suchen Hilfe bei Gabriele Morath, Sozialberaterin beim Caritasverband. Viele trauen sich nicht, sich zu outen, erzählt sie. Wer an ihrer Tür klopft, weiß nicht mehr weiter. Nachbarn, Bekannte: Jeder kann in eine Notsituation geraten, meint Gabriele Morath. Mit den Spenden aus der Aktion "Weihnachtshilfe" unterstützt sie Menschen aus dem Landkreis. Dass in diesem Jahr so eine hohe Summe zusammengekommen ist, überwältigt sie und die künftige Geschäftsführerin, Anne Hilpert.


Menschen rücken zusammen

"Ich glaube, dass wir immer regionaler denken, füreinander einstehen und zusammenrücken", sagt Anne Hilpert. "In der Bevölkerung gibt es eine hohe Dankbarkeit, dass es uns im Großen und Ganzen gut geht." Was daraus folgt: "Die Bereitschaft, etwas abzugeben, ist groß", meint Redaktionsleiter Paul Ziegler. Annett Lüdeke, seine Stellvertreterin, bestätigt: "Es gibt ein gutes Gefühl, mit kleinen Dingen zu etwas Großem beizutragen." Dieses gute Gefühl hat seit 2010 zu einer Spendensumme von beinahe 200 000 Euro geführt. Die Aktion "Weihnachtshilfe" der Saale-Zeitung: aus dem Landkreis, für den Landkreis.


Eigeninitiative und Selbstverantwortung

Gabriele Morath hinterfragt, rechnet, telefoniert, verhandelt. Ihre Devise: Eigeninitiative und Selbstverantwortung müssen spürbar sein, damit sie eintritt. Ihre Fälle sind so verschieden wie die Menschen selbst: alleinstehende Senioren, bei denen die Rente nicht reicht, Familien, in denen der Alleinverdiener krank wurde und das Einkommen fehlt, Alleinerziehende, die nicht über die Runden kommen, Jugendliche mit psychischen Problemen. Oft haben die Menschen die Kosten für Strom und Heizung im Nacken. Betroffenen rät sie: "Kümmert euch um Hilfe. Wenn die Menschen ihre Möglichkeiten wahrnehmen würden, würden weniger schwerwiegende Probleme entstehen."

Trotz all der Hürden: Die Arbeit macht ihr Spaß. Erfolge treiben Gabriele Morath an. Auch wenn sie manchmal gegen Windmühlen kämpft, wie sie erzählt. Die Spenden der "Weihnachtshilfe"-Aktion der Saale-Zeitung sind Grundlage für ihre Arbeit. Mit dem Geld kann sie die Not von Menschen aus demLandkreis lindern. Unbürokratisch. Direkt. Überwältigend. .

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