Bad Kissingen
Konzert

Weihnachtliches aus aller Welt in der Jakobuskirche

Der Folklorechor trat in der Jakobus-Kirche in Bad Kissingen auf.
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Der Folklorechor bei seinem Auftritt in der Jakobuskirche  Foto: Stollberger
Der Folklorechor bei seinem Auftritt in der Jakobuskirche Foto: Stollberger
Bad Kissingen — Das traditionelle Weihnachtskonzert des Folklorechors Nüdlingen-Bad Kissingen am Samstag in der voll besetzten Bad Kissinger Jakobuskirche war einerseits der Höhepunkt der jährlichen Chortätigkeit, andererseits bildete es den Abschluss der Konzerte im Jubiläumsjahr 2014. Mit sechs Konzertauftritten, darunter dem Jubiläumskonzert in der Nüdlinger Kirche im Juli, hatte der Folklorechor heuer sein 40-jähriges Bestehen gefeiert.

Beim Weihnachtskonzert zeigte sich einmal mehr, welch ein Glücksfall es war, nach dem Ausscheiden von Janusch Duda aus beruflichen Gründen, den aus Moskau stammenden Dmitriy Romanetskiy als Dirigenten gewinnen zu können. Die seit den Anfängen des Folklorechors vom Dirigenten Uwe Voll geprägte charakteristische Vielfalt des internationalen Repertoires wurde beibehalten. Wenn man beobachtet und spürt, wie perfekt die Chorsänger auf jede Bewegung ihres Dirigenten Romanetskiy reagieren, so drückt sich darin die vollkommene Harmonie aus. "Wir haben uns gesucht und gefunden", so drückte es Vorsitzender Georg Schmitt beim Konzert im Juli aus.
Mit dem Gregorianischen Magnificat "Hodie Christus natus est" begann der Folklorechor nach einer besinnlichen Einstimmung durch Waltraud Hassa das Weihnachtskonzert. Eine Weise aus Rumänien, "Sus in porta raiului", folgte. Erstmals erklang dabei die hervorragende Solostimme Oliver Deiningers, die noch des Öfteren während des Konzerts zu hören war. Mühelos und auswendig wechselte der Chor immer wieder die sprachliche Ausdrucksweise, als er vom französischen Weihnachtslied "Vierge Marie" ins tschechische "Puuidem spolu do Betléma" und dann zum bekannten schwedischen Lied "Jul, jul, stralande jul" überging. Der Übungsfleiß, der für die gekonnten Darbietungen die Voraussetzung war, lässt sich immerhin erahnen.
Mit einem alten deutschen Weihnachtslied aus dem 17. Jahrhundert (Satz: Carl Orff) und "Adeste fidelis/ O kommet, ihr Gläubigen" setzte der Folklorechor seine adventliche Reise durch Europa und Amerika fort. Auf das deutsche Weihnachtslied "Lieber Bruder" folgte das in Taizé entstandene "Laudate omnes gentes" und das besonders stimmungsvolle Negro spiritual "Go tell it to the mountain". Zur weihnachtlichen Atmosphäre passte auch das französische Lied "Noel", gefolgt von "Schedrik", einem Volkslied aus der Ukraine. Die breite Palette weihnachtlicher Stimmungsbilder umfasste weiter das polnische Wiegenlied "Luleise, Jesulein", das "Trommellied" aus Amerika und das herausragende Lied "Bethlehem du kleine Stadt". Die Gesangssolisten Waltraud Hassa und Oliver Deininger setzen hier die Akzente.
Mit einem Spiritual "Let us break bread together" und dem spanischen Weihnachtslied "Venid pastorcitos" fand die Stimmungsreise durch viele Länder der Welt ihren vorläufigen Abschluss. Der Chor setzte am Ende mit Liedern aus der Heimat kräftige Akzente. Gesungen wurden "Leise rieselt der Schnee", "Winterwunderland" und "O du fröhliche, o du selige". Mit dem beglückten Publikum zusammen wurde am Ende das wohl bekannteste Weihnachtslied "Stille Nacht, heilige Nacht" angestimmt. Mit lang anhaltendem Applaus und "Standing Ovations" drückten die begeisterten Zuhörer ihre Wertschätzung für die weihnachtlichen Leckerbissen des Folklorechors aus. Mit einer Zugabe, bei der die Ehefrau des Dirigenten Romanetskiy als Solistin auftrat, endete ein besonderes Konzerterlebnis.
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