Bad Kissingen
Tag des Wassers

Wasserwirtschaftsamt will mehr bei Bewässerung helfen

Das Wasserwirtschaftsamt hat zum Tag des Wassers über seine Aufgaben informiert. Die Region hat sich noch nicht von der extremen Dürre 2015 erholt.
Artikel drucken Artikel einbetten
Leiter Leonhard Rosentritt stellt zum Tag des Wassers die in der Villa Hailmann beheimatete Behörde mitsamt Spezial-Fuhrpark vor.  Foto: Benedikt Borst
Leiter Leonhard Rosentritt stellt zum Tag des Wassers die in der Villa Hailmann beheimatete Behörde mitsamt Spezial-Fuhrpark vor. Foto: Benedikt Borst
+13 Bilder
Der extrem trockene Sommer wirkt nach. Der Winter hat bisher noch nicht genug Niederschläge gebracht, damit sich die Grundwasservorräte in der Region Main-Rhön wieder ausreichend füllen konnten. "Es ist zwar besser, aber das Grundwasser ist immer noch niedrig", sagt Leonhard Rosentritt, Leiter des Wasserwirtschaftsamtes Bad Kissingen. Das Grundwasser hat nur noch vier bis fünf Wochen Zeit, sich zu erholen.
Wenn die Vegetation Ende April wieder voll blüht, ist damit Schluss. Rosentritt hofft jetzt noch auf ergiebigen Regen und einen feuchten Sommer, damit sich die Lage in den heißen Monaten nicht wieder zuspitzt. "Es bleibt abzuwarten, was der Sommer bringt", meint er.

Am Dienstag fand der Tag des Wassers 2016 der Vereinten Nationen unter dem Motto "Wasser und Arbeitsplätze" statt. Das Wasserwirtschaftsamt hat deshalb einen Tag der Offenen Tür veranstaltet und über verschiedene Ausbildungsmöglichkeiten, Spezialfahrzeuge und Aufgabenbereiche informiert - vom Mähroboter über den Hochwasserschutz bis zu verschiedenen Baumaßnahmen, die nach wie vor nötig sind, um die Wasserqualität zu verbessern. "Die Saale ist in weiten Bereichen nicht in einem guten Zustand", berichtet Rosentritt. Dabei geht es nicht um Verschmutzungen, also die chemische Wasserqualität, sondern um die Artenvielfalt am Ufer und im Wasser. Und da ist noch Luft nach oben. "Ziel ist es, bis 2027 alle Gewässer in guten ökologischen Zustand zu versetzen", sagt er.

Wegen der extremen Trockenheit will die Behörde künftig Landwirte bei der Bewässerung ihrer Flächen unterstützen. Man will den Betrieben existenzsichernd beistehen und vor allem ökologische Folgeschäden verhindern. Auf Hilfe angewiesen sein könnte insbesondere das Main-Gebiet, aber auch das Saaletal um Hammelburg. Eine gute Bewässerung dient dem Grundwasserschutz. Wenn beispielsweise Pflanzen wegen der Dürre nicht anwachsen, bleibt der bereits ausgebrachte Dünger im Boden und gelangt schließlich ins Grundwasser. Es soll aber nicht nur den Bauern, sondern auch den Winzern geholfen werden. "Da geht es um den Bodenschutz", erklärt Rosentritt. Die Rebstöcke an den Hängen verhindern, dass der Boden von Wind und Niederschlägen abgetragen wird. Das soll so bleiben.

Das Wasserwirtschaftsamt beschäftigt 100 Mitarbeiter in Bad Kissingen und den Außenstellen sowie je acht Mitarbeiter in den Flussmeistereien in Schweinfurt und Salz. Aufgabengebiete sind Wasserversorgung, Gewässeraufsicht, Pflege von Bächen und Flüssen, Hochwasserschutz, Heilquellenüberwachung sowie vorsorgender Bodenschutz.
Verwandte Artikel

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren