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Hammelburg
Berufswahl  

Was die Hammelburger Abiturienten für ihre Zukunft planen

63 junge Frauen und Männer verabschieden sich vom Frobenius-Gymnasium. Sie schlagen nun unterschiedliche Wege ein, wie drei Beispiele zeigen.
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Wie individuell der Start ins Berufsleben sein kann zeigen (von links) Lukas Schmitt, der bereits ein duales Studium hat, Lena Schiffermüller, die zunächst praktische Erfahrungen in Australien sammeln will, und Benjamin Seufert, der ein freiwilliges soziales Jahr anstrebt.  Foto: Winfried Ehling
Wie individuell der Start ins Berufsleben sein kann zeigen (von links) Lukas Schmitt, der bereits ein duales Studium hat, Lena Schiffermüller, die zunächst praktische Erfahrungen in Australien sammeln will, und Benjamin Seufert, der ein freiwilliges soziales Jahr anstrebt. Foto: Winfried Ehling
Die Abiturienten vergleichen ihren Erfolg mit einem Stern auf dem berühmten Gehsteig in Los Angeles: "hABIwood - 12 Jahre zum Walk of Fame" heißt das diesjährige Motto. Schulleiter Helmut Schreiner bestätigte den Abiturienten bei der Abschlussfeier, "Spuren hinterlassen und sich zu jungen, erwachsenen Persönlichkeiten entwickelt zu haben".

Wie es für sie nun weiter geht, ist ganz unterschiedlich. Benjamin Seufert will ein freiwilliges soziales Jahr absolvieren, bevor er ein Studium beginnt. "Dann weiß ich genauer, was ich machen will", sagte der 17-Jährige. Er liebäugelt "mit einem Studium im Gesundheitsbereich oder im Sport". Das G 8 beurteilte er wegen des Prüfungs- und Zeitdrucks als "ziemlich belastend". "Für mich war es nicht einfach, damit zurechtzukommen", räumte Benjamin Seufert freimütig ein.

"Die Welt auf der anderen Seite des Globus zu erkunden", hat sich Lena Schiffermüller vorgenommen. Sie geht für zehn Monate nach Australien, um durch Arbeit auf Farmen ihren Lebensunterhalt zu verdienen und den Kontinent kennenzulernen. Danach peilt die Hammelburgerin ein Studium der Sozialpädagogik und die Ausbildung zur Psychotherapeutin für Kinder und Jugendliche an. "Ich habe mich in den beiden letzten Schuljahren besonders reingekniet und großen Aufwand betrieben, bin aber mit den Anforderungen klar gekommen", berichtete Lena Schiffermüller.

Lukas Schmitt hat ein duales Studium bereits in der Tasche. "Ich habe mich mit Erfolg bei einer Softwarefirma in Grafenrheinfeld beworben und will Wirtschaftsinformatik studieren. Dabei muss ich abwechselnd drei Monate im Betrieb arbeiten und an der dualen Hochschule in Moosbach studieren", erklärte er. Der 18-Jährige hat sich für "eines seiner besten Fächer" entschieden. Prüfungsstress und Zeitdruck habe er "ganz gut überstanden, ohne überlastet gewesen zu sein".

"Sie sind zwar heute die Sieger, doch welchen Gewinn ziehen Sie nachhaltig daraus? Werden Sie auch ein Gewinn für andere?", fragte Schreiner die Abiturienten. Der Schulleiter hob in seiner Abschlussrede neben dem beruflichen Erfolg noch zwei weitere Kriterien heraus, die Voraussetzung für "einen Stern auf dem Weg zum Ruhm" sind: den Mut, die Zukunft anzugehen, und den Beitrag für die Gesellschaft. Schreiner: "Engagieren Sie sich in Hilfs- und humanitären Organisationen, wie dies viele von ihnen schon in der Schulzeit praktiziert haben. Lassen Sie sich nicht von Glanz und Glorie blenden, sondern arbeiten Sie für die Gesellschaft und ihre eigene Entwicklung."








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