Ramsthal
Vernissage

Vom Fußball zur Malerei

Neue Bilder gibt es im Haus der "erLebenskunst" (ehemalige Ramsthaler Schule) drei Wochen lang zu sehen. Ewald Kaufmann und Ignaz Simon stellen ihre Bilder aus.
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Hobbymaler Ewald Kaufmann (links) und Ignaz Simon gestatteten bei der Vernissage zu ihrer Ausstellung im Haus "erLebenskunst" in Ramsthal tiefere Einblicke, nicht nur in ihre Kunst, sondern auch teilweise in ihr Leben. Fotos: Gerd Schaar
Hobbymaler Ewald Kaufmann (links) und Ignaz Simon gestatteten bei der Vernissage zu ihrer Ausstellung im Haus "erLebenskunst" in Ramsthal tiefere Einblicke, nicht nur in ihre Kunst, sondern auch teilweise in ihr Leben. Fotos: Gerd Schaar
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Bei der Vernissage gestatteten die ansässigen Hobbymaler tiefere Einblicke nicht nur in ihre Kunst, sondern auch teilweise in ihr Leben. Den musikalischen Rahmen setzte die zehnjährige Pianistin Melly Dörrbeek mit beeindruckendem Spiel.
"Wenn der Künstler sein Werk vollendet hat, dann will er es der breiten Öffentlichkeit vorstellen", sagte Bernhard Gößmann-Schmitt (Interessens-Gemeinschaft und aktiver Bürgerblock) bei der Begrüung der rund
drei Dutzend Gäste. Schon öfter habe es im Haus der "erLebenskunst" solche Ausstellungen gegeben. Zusammen mit Thea Keßler habe er drei- bis viermal jährlich solche Veranstaltungen als Ziel vor Augen.
"Ganz besonders freut mich, dass es jetzt zwei Ramsthaler Künstler sind, die was können", so Gößmann-Schmitt. Die Grenzen zwischen Hobbykünstler und Profi sind seiner Meinung nach fließend.
Der 55-jährige Hobbymaler Ignaz Simon ist als Hausmeister in Bad Kissingen tätig und war auf seinem Urlaub im Berchtesgadener Land von der Natur besonders beeindruckt. Anhand seiner Erinnerungsfotos bannte er daheim seine Eindrücke in Acrylfarbe auf die Leinwand und ließ sie neu aufleben.
Schon in Rente ist der 63-jährige Verwaltungsangestellte Ewald Kaufmann. "Mein kurzfristiger Reha-Aufenthalt im Jahr 2010 gab mir den Anstoß zum Malen", sagt er. "Das Malen mit Wasserfarbe ist ganz einfach", hat sich Kaufmann gern für die Aquarell-Maltechnik entschieden.

Jugendfreunde

Beide Künstler wohnen in Ramsthal und beide malen seit rund vier Jahren. "Wir kennen uns schon ewig", bestätigt Simon. "Schon in unserer Jugendzeit haben wir zusammen Fußball gespielt", erzählt Kaufmann. Was beide Künstler darüber hinaus eint, das ist das häufig anzutreffende Thema Landschaft. Der Heimatort Ramsthal ist dabei allerdings eher seltener anzutreffen.
Die Gegend zwischen Ramsthal und Euerdorf kommt dem Betrachter zum Beispiel bei Simons Acrylbild vom Mohnblütenfeld in den Sinn. Typisch für den Weinort Ramsthal ist Kaufmanns Aquarell, das die Trauben, das Weinglas und die Weinflasche zeigt. Der Löwenanteil der Bildmotive ist allerdings geografisch weiter weg: bei Kaufmann zum Beispiel die Brücke von San Francisco oder fernöstliche Bäume, die er von Postkarten seiner in Kalifornien lebenden Tochter erhielt. Bei Simon sind es oft gewaltige Berge, Seen und Küstenlandschaften.
"Dass wir uns den Ruck für eine Ausstellung gaben, das haben wir Herrn Gößmann-Schmitt zu verdanken", bedankt sich Simon. Denn schon im vergangenen Jahr habe er zusammen mit Kaufmann im Haus der "erLebenskunst" einige seiner Bilder in der Adventszeit ausgestellt. "In diesem Haus bekommt jeder Kreative alles geboten, um sich in Sachen Kunst weiterzubilden", sagt er. Eine Reihe von Dozenten stehen bereit zur künstlerischen Fortbildung, aber auch in den Bereichen Gesundheit und Natur. "Die Kapazitätsgrenze ist aber noch nicht erreicht", informierte Gößmann-Schmitt.
"Ich bin beeindruckt von den Bildern. Ihr müsst Euer Licht nicht unter den Scheffel stellen", ermunterte Keßler die Künstler zu weiterem Schaffen. Durch solche Bilder hätten Simon und Kaufmann ein Stück ihrer anderen Seite gezeigt, die man sonst nie kennengelernt hätte. "Dazu gehört viel Mut", gratulierte er.

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