Oerlenbach
Verkehr

Vollsperrung statt freier Fahrt

2017 soll die Bundesstraße 286 zwischen Oerlenbach und der Bundesstraße 19 erneuert werden. Der Gemeinderat erfuhr davon, viele Fragen sind offen.
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Die Bundesstraße 286 östlich von Oerlenbach ist eine vielbefahrene Straße. Vor allem Pendler nutzen die Verbindung zur A 71. Foto: Paul Ziegler
Die Bundesstraße 286 östlich von Oerlenbach ist eine vielbefahrene Straße. Vor allem Pendler nutzen die Verbindung zur A 71. Foto: Paul Ziegler
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Eher nebenbei erfuhr der Gemeinderat von dem geplanten Bauvorhaben. In der jüngsten Sitzung lag ein Schreiben des Staatlichen Bauamts Schweinfurt vor: Das Amt möchte zur Lagerung von Material gemeindliche Flächen nutzen. Der Rat stimmte zu, Detailfragen blieben aber ungeklärt.

Der Hintergrund: 2017 soll die B 286 zwischen der Oerlenbacher Bahnunterführung und der B19 umgebaut werden, der Abschnitt ist währenddessen komplett gesperrt. Der beschädigte Fahrbahnbelag wird erneuert und die Kuppe nach der Unterführung abgeflacht, erklärt Bauamtsleiter Holger Bothe. Ohne Kuppe haben die Fahrer mehr Übersicht und die Verkehrssicherheit wird verbessert.

Doch warum fanden diese Arbeiten nicht letztes Jahr statt, als die Unterführung tiefer gelegt wurde? Bothe: "Ursprünglich war es vorgesehen, die Bauarbeiten zeitgleich durchzuführen, da sowieso eine Vollsperrung an dieser Stelle war." Jedoch hätten die notwendigen Planungen länger gedauert. Wenn Bauarbeiter die Höhe einer Straße umbauen, verändern sie auch die Böschungen entlang des Weges. Die Auswertung bestehender Kartierungen hätten zunächst keinen Anlass für naturschutzrechtliche Bedenken gegeben, erinnert sich der Bauamtsleiter. Im Laufe der Planungsphase habe sich aber herausgestellt, dass Landschaftsplaner längere Untersuchungen durchführen müssen. "Wenn wir in die Nebenflächen der Straßen eingreifen, dann muss das Bauamt sie näher untersuchen lassen", erklärt der Amtsleiter den Vorgang. In Böschungen zum Beispiel könnten sich seltene Tiere wie die Pfaueneidechse aufhalten. Über die Ergebnisse dieser Untersuchungen konnte Holger Bothe keine genaueren Angaben machen. Nur so viel: "Das hat Zeit gekostet. Die Planungsaufgaben sind jetzt jedoch abgeschlossen", erklärte er.

Die Bauarbeiten sollen nächstes Jahr beginnen, der genaue Zeitpunkt steht noch nicht fest. "Wir streben an, so früh wie möglich im Jahr mit dem Bau anzufangen", sagt Bothe. Im Winter werden die Bauarbeiten an der B286 ausgeschrieben. Der Termin wird dann zusammen mit der Baufirma festgelegt. Wenn die Straßenbauarbeiter die Gradiente (also die Steigung einer Straße) umbauen, dann wird sich auch die Linienführung "an der einen oder anderen Stelle verändern", so Bothe.

Außerdem müssen die betroffenen Böschungsflächen entlang der B 286 vom Staatlichen Bauamt erworben werden. Der Baubeginn hängt demnach auch davon ab, wann der Grunderwerb abgeschlossen wird. Die geplante Umleitungen (siehe Grafik) soll voraussichtlich die gleiche sein wie letztes Jahr während der Tieferlegung der Oerlenbacher Bahnunterführung.
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