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Bad Kissingen
Orgelyklus

Vielseitiges Programm zum Auftakt

Ein weitgefächerte Programm bot Stadtkantor Burkhard Ascherl beim Eröffnungskonzert des 27. Bad Kissinger Orgelzyklus.
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Burkard Ascherl an der Orgel.  Foto: Ascherl
Burkard Ascherl an der Orgel. Foto: Ascherl
Mit einem weitgefächerten Programm ausgehend vom Barock bis zum französischen Impressionismus stellte Stadtkantor Burkhard Ascherl beim Eröffnungskonzert des 27. Bad Kissinger Orgelzyklus die Vielseitigkeit seiner Schuke-Orgel in der Bad Kissinger Herz-Jesu-Kirche einem interessierten Publikum vor.
Die zweite Suite des französischen Barockkomponisten Louis Nicolas Clérambault zu Beginn des Konzerts umfasst sieben Einzelsätze.
Farbig in der Registrierung und mit ausgefeilter Verzierungstechnik entlockte Ascherl seinem Instrument Klänge einer französischen Barockorgel.
Mit kammermusikalischem Witz führte Wolfgang Amadeus Mozarts Kirchensonate in einer Bearbeitung für Orgel-Solo die Zuhörer zurück zur deutschen Orgelmusik. Ausgesprochen musizierfreudig geriet dabei Johann Sebastian Bachs Praeludium und Fuge G-Dur BWV 550, ein typisches Jugendwerk des Meisters.
Hauptwerk des Abends war zweifellos Prélude, Adagio et Choral varié sur le thème "Veni Creator" ("Komm Schöpfer Geist") des französischen Impressionisten Maurice Duruflé. Auf das virtuose Prélude mit seiner durchlaufenden Triolenbewegung folgte das sphärische Adagio, das am Ende über ein atemberaubendes Crescendo eine urgewaltige Steigerung erfuhr. Die sich anschließenden Variationen gipfelten in einer rauschenden Toccata mit der Melodie in Oberstimme und Pedal kanonisch geführt.
Nach Gabriel Faurés feinsinniger Berceuse D-Dur wurde die fanfarenartige Carillon-Sortie von Henry Mulet zum mitreißenden Schlusspunkt eines gelungenen Orgelabends. Mit dem berühmten Pomp and Circumstance Marsch Nr. I als Zugabe entließ Ascherl ein begeistertes Publikum. red

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