Bad Kissingen
Ruhestand

Vermesser mit Leib und Seele

Robert Kiesel hat noch mit Messstab und Bandmaß gemessen.
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Robert Kiesel gibt Senkblei und Schlüssel zurück. Links Personalratsvorsitzender Roland Bühner, rechts Vermessungsdirektor Konrad Unsleber. Foto: Werner Vogel
Robert Kiesel gibt Senkblei und Schlüssel zurück. Links Personalratsvorsitzender Roland Bühner, rechts Vermessungsdirektor Konrad Unsleber. Foto: Werner Vogel
Er kennt die Dörfer und ihre Häuser im Landkreis wie kaum ein anderer. Zwischen Kissingen und Hammelburg, Münnerstadt und Brückenau war ihm kein Ort fremd. Wie viele Gebäude Robert Kiesel vermessen hat, vermag er nicht genau zu sagen. "Aber in den 45 Dienstjahren dürften es über 10 000 gewesen sein" meint der 65-Jährige bei seinem Abschied im Vermessungsamt in Bad Kissingen.
Begonnen hat der gelernte Automechaniker seine Laufbahn am 1.
April 1971. "Damals waren wir mit Senkblei, Winkelspiegel und Bandmaß unterwegs", erinnert sich der Reiterswiesener. "Heute sind Theodolit, Tachymeter und das 'Feldrechner' genannte robuste Notebook entscheidendes Handwerkszeug in der Geodäsie", ergänzt Kiesels Chef Konrad Unsleber. "Dazu haben wir jetzt auch mit 'Amt für Digitalisierung, Breitband und Vermessung' einen ehrfurchtgebietenden Namen und so sind die 45 Dienstjahre des Robert Kiesel auch ein Abbild des ständigen Wandels im Vermessungswesen", meint der Direktor des Amts in der von Hessingstraße.


Aufstieg geschafft

Aufgrund seiner Tüchtigkeit schaffte Kiesel den Sprung in den mittleren Dienst, wurde verbeamtet, war der erste Leiter eines Messtrupps in Bad Kissingen und ist zum Vermessungshauptsekretär befördert worden. Personalratsvorsitzender Roland Bühner fügt an, dass Robert Kiesel drei Chefs "überlebt" hat und sich als Kollege und auch als Truppführer großer Wertschätzung erfreut.
Zum Abschied wurde "der Robert" nochmals ausgiebig gefeiert und bekannte im Kollegenkreis freimütig: "Ich war sehr gerne Vermesser". Senkblei und Messstab hat der Neu- Pensionist nun zurückgegeben und freut sich auf seine Pension, wo er sich weiter intensiv beim Heimatverein und bei den Reiterswiesener Gartlern einbringen will.

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