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Bad Kissingen

Verein der "Bad Kissinger Köche" hat neues Führungsteam

von unserem Mitarbeiter Klaus Werner Bad Kissingen — Im zweiten Anlauf ist es dem Verein "Bad Kissinger Köche" gelungen, einen neuen Vorstand unter Führung von Jochen Wehner und Er...
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von unserem Mitarbeiter Klaus Werner

Bad Kissingen — Im zweiten Anlauf ist es dem Verein "Bad Kissinger Köche" gelungen, einen neuen Vorstand unter Führung von Jochen Wehner und Erich Matejsek auf die Beine zu stellen. Die beiden sind nun gleichberechtigte Vorsitzende.
"Heute sind wir beschlussfähig - egal, wie viele Mitglieder bei der Generalversammlung anwesend sind", betonte Vorsitzender Matejsek.
Im Mai war die Neuwahl gescheitert, weil die laut Satzung erforderliche Mitgliederzahl nicht erreicht wurde. Bei der jüngsten Versammlung zeigten immerhin 22 Personen durch ihre Anwesenheit, dass ihnen die Zukunft des Vereins nicht gleichgültig ist.
Im Vorfeld hatte es hinter den Kulissen intensive Gespräche gegeben, bei denen klar wurde: Die Kissinger Köche wollen ihren Verein nicht aufgeben. Dennoch standen die Verantwortlichen vor der Aufgabe, mit immer weniger Mitgliedern die bisherigen Aufgaben wie Spargelschäl-Aktion oder traditionellen Köcheball zu stemmen. "Geht nicht mehr", lautete die Erkenntnis, und daher wurden beide Aktionen heuer aus dem Programm genommen.
Bedauern machte sich auch in der Stadt breit. Reduzierung des Aufwandes lautet deshalb die Devise, damit die Aktiven des Vereins nicht überfordert werden. Bei der Versammlung waren sich die Anwesenden aber einig, dass 2015 zumindest die Spargelschälaktion wieder stattfinden soll. Was mit der "Oktober-Gala" der Köche geschieht, stehe noch in den Sternen.

Ernüchterndes Fazit

Der scheidende Vorsitzende Wolfgang Hämmelmann blickte auf die verschiedenen Aktivitäten zurück. Er unterstrich, dass die Belastungen des Köcheballs schon über die Schmerzgrenze gegangen seien: weniger Unterstützung deurch Kollegen, weniger Zuwendungen durch Sponsoren und Probleme beim Ticketverkauf durch die Staatsbad GmbH. "Die nachlassende Bereitschaft erschwert eine funktionierende Vereinsarbeit", so sein Fazit nach zwei Jahren als Vereinschef.
Für Jugendleiter Johannes Werner liegen die "riesengroßen Probleme" im mangelnden Nachwuchs. In den gastronomischen Berufen fehle es an Nachwuchs und damit auch die Basis für einen Verein. Leider sei daher auch die erfolgreiche Ausstellungsmannschaft weggebrochent. Positiv sieht er den Wettbewerb "Bad Kissinger Stadtmeisterschaft", der an der Berufsschule Bad Kissingen für alle gastronomischen Berufe ausgetragen wird. Der Verein stiftet nicht nur einen Pokal hierfür, sondern möchte den Sieger in der Berufssparte "Köche" auch beim renommierten Achenbach-Wettbewerb anmelden.
Peter Lazi gab den Kassenbericht, Prüfer Jürgen Knopp bestätigte eine korekte Buchführung, der Vorstand wurde entlastet. "Es wäre ewig schade, wenn unser Verein nicht mehr existieren würde", meinte Ehrenvorstand Josef Schmitt als Wahlvorstand und erinnerte an die über 100-jährige Tradition. Wegen der demographischen Herausforderungen sieht er nur eine Möglichkeit: Aktivitäten herunterfahren, Belastung reduzieren und dann wieder sinnvolle Veranstaltungen im überschaubaren Umfang aufbauen.
Mit diesen Gedanken konnte er die Anwesenden überzeugen und ein neues Fürhungsteam für die nächsten beiden Jahre finden. Als gleichberechtigte Vorsitzende wurden Erich Matejsek, der sein Engagement auf zwei Jahre befristete, und Jochen Wehner vom Kurgarten-Café gewählt. In dem Café sollen auch die Monatstreffen stattfinden. Als Kassier wurde Peter Lazi im Amt bestätigt, als Schriftführer Thomas Bott. Jugendwart bleibt Johannes Werner. Beisitzer sind: Alexander Mathes, Andreas Geis, Susanne Wehner, Alexandra Floth, Michael Seufert und Wolfgang Hämmelmann. Revisoren blieben Jürgen Knopp und Rüdiger Schindler.
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