Bad Kissingen
Anschläge

Urlauber sagen Frankreichreisen ab

Nach den Anschlägen von Paris und der Terrorwarnung von Hannover sind auch Urlauber aus dem Kreis Bad Kissingen beunruhigt. Einige Frankreichreisen wurden in den vergangenen Tagen storniert, alternative Reiseziele sind gefragt.
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Symbolfoto: Erwin Wodicka/Bilderbox/Archiv
Symbolfoto: Erwin Wodicka/Bilderbox/Archiv
Reiseveranstalter aus der Region spüren die Anschläge von Paris und die Terrorwarnung von Hannover. Im Reisebüro Gawlik in Bad Kissingen wurden in den vergangenen Tagen bereits gebuchte Reisen storniert. "Es sind einige Leute, die unsicher sind und absagen", berichtet eine Mitarbeiterin. Ein für Mai geplantes Reiseangebot für Paris muss möglicherweise verschoben oder ganz gestrichen werden.
"Es gibt aber auch viele Reisende, die sagen ,Wir leben in einem freien Europa und trotzen den Anschlägen'", erzählt sie.

Bei dem Busunternehmen GWK-Reisen machen sich die Terrormeldungen eher geringfügig bemerkbar. Das liege vor allem daran, dass im Moment wenige Fahrten nach Frankreich im Angebot sind. "Bei einer Reise nach Straßburg haben jetzt zwei Personen abgesagt", sagt Geschäftsführerin Tanja Wolf. Ansonsten sei kein Trend erkennbar. Wie sich die Lage entwickelt und die Terrorgefahr auf Adventsfahrten auf Weihnachtsmärkte auswirkt, ist unklar.

Im Reisebüro Fella in Hammelburg und im Tui Reisecenter Bad Brückenau sind bis jetzt noch keine Urlauber von ihren Reisen zurückgetreten. "Die Kunden sind aber zurückhaltender. Viele wollen muslimische Länder nicht mehr", hat Hubert Fella in Hammelburg beobachtet. Davon profitieren andere Reiseziele: Länder wie Tunesien und die Türkei sind weniger gefragt, die Kunden interessieren sich aktuell mehr für die südeuropäischen Länder Spanien und Griechenland. Und: "Kreuzfahrten gehen jetzt noch einmal besser", sagt er. Bei Elke Hüfner vom Tui Reisecenter hat es zuletzt vor allem Sicherheitsnachfragen für die Türkei gegeben, auch wenn für die Region aktuell keine amtlichen Reisewarnungen vorliegen. Sie empfiehlt verunsicherten Kunden als alternative Reiseziele ebenfalls Spanien und Griechenland.

Das Auswärtige Amt warnt weiterhin weltweit vor der Gefahr terroristischer Anschläge, vor allem an Orten mit Symbolcharakter. Der Grad der Bedrohung ist von Land zu Land unterschiedlich.
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