Hassenbach

"Tag der offenen Gartentür" wird in Hassenbach eröffnet

"Einer schaut noch auf den anderen und auch mal über den Gartenzaun. Das bringt in unsere Ortschaften eine besondere Lebensqualität", sagte Landrat Thomas Bold bei der Eröffnung der Aktion "Tag der offenen Gartentür".
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Bei Sabrina und Joachim Hepp in Hassenbach wurde der "Tag der offenen Gartentür" eröffnet. Sie gehören zu den sieben Familien, bei denen Interessierte sich am Sonntag Anregungen für den eigenen Garten holen können.  Fotos: Günther Straub
Bei Sabrina und Joachim Hepp in Hassenbach wurde der "Tag der offenen Gartentür" eröffnet. Sie gehören zu den sieben Familien, bei denen Interessierte sich am Sonntag Anregungen für den eigenen Garten holen können. Fotos: Günther Straub
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Insgesamt sieben Familien öffnen am Sonntag, 30. Juni ihre Gartentüren. Eine davon ist die Gartenanlage von Sabrina und Joachim Hepp. Hier fand auch die Eröffnungsveranstaltung statt. Die Kreisvorsitzende der Vereine für Gartenbau und Landespflege, Irmgard Heinrich, begrüßte die Vertreter aus den verschiedenen Ortschaften sowie zahlreiche Interessierte im Hepp-Garten unter den denkmalgeschützten, etwa 350 Jahre alten Eiben. Sie dankte dem Kreisfachberater Dieter Büttner für die gute Vorarbeit.

Dass Hassenbach eine gute Wahl war bestätigten nicht nur die Reden der verschiedenen öffentlichen Vertreter, sondern auch Landrat Thomas Bold als er von "einem kleinen Paradies mitten im Ort" gesprochen hat. "Ich war begeistert wie ich hereingekommen bin. Nicht nur weil natürliche Werkstoffe wie Natursteine oder Weidenzäune verwendet wurden, sondern weil eine Oase mit Bauerngarten und Ruheecken neben dem historischen und erst jetzt sanierten Gemeindehaus geschaffen wurden und das von ehrgeizigen jungen Leuten. Das ist ein Glücksfall für Hassenbach. Eine solche Leistung macht viel Arbeit und sicher auch manche Blutblasen", lobte Bold. Er hoffte, dass sich morgen zahlreiche Besucher beim Tag der offenen Gartentür viele gute Eindrücke und Anregungen für die eigene Arbeit mit nach Hause nehmen.

Sabrina Hepp führte die Besucher durch die Anlagen und gab zahlreiche interessante Erläuterungen. "Wir haben gewusst was wir mit dem Anwesen erwerben." Das alte Anwesen, das im 17. Jahrhundert ein Jagdhaus gewesen sein soll, hat einen großen ehemaligen Klostergarten. Das zeigt schon die Anlage der Gartenwege, die beim Kauf durch die Familie Hepp nicht mehr zu sehen waren. Im Laufe der Jahre war alles überwuchert worden. "Doch mit unserer großen Familie, die in der Nachbarschaft mit mittlerweile vier Generationen in einem Anwesen wohnt, haben wir es in den vergangenen Jahren geschafft, vieles wieder wohnlich zumachen", erläuterte Sabrina Hepp. Bis hin zu Oma und Opa hätten alle mitgearbeitet. Jetzt freuen sie und ihr Mann sich darüber, in dem denkmalgeschützten Wohnhaus und den herrlichen Anlagen mit den Kindern zu wohnen.

Lehrzeit, Liebe, Leidenschaft

"Eltern und Großeltern haben uns in den letzten drei Jahren viel beigebracht, es waren Lehrjahre für uns". Aus den Informationen, wie Sabrina Hepp sie den zahlreichen Besuchern erläuterte, merkte man auch: hier steckt Leidenschaft und viel Liebe dahinter. "Ich bewundere sie, sie ist eine starke Frau", sagt auch ihr Ehemann Joachim Hepp.

Viel Lob gab es auch von Bürgermeister Gotthard Schlereth. "Hassenbach wurde kürzlich in einem Bericht als 'Perle der Rhön' bezeichnet. Diese Gartenanlage der Familie Hepp neben dem sanierten Gemeindehaus trägt dazu viel mit bei. Dass solche Leistungen in unseren Orten möglich sind, sind auch Verdienste der Gartenbauvereine. Gerade die Frauen spielen hier eine wesentliche Rolle."

Nutzen und wohnen

Gärten sind ein Stück Heimat und faszinieren immer wieder. Sie kombinieren sowohl den Nutzgarten wie auch die Wohngemeinschaft, hier soll man sich zuhause fühlen. Das war auch aus den Grußworten von MdL Günther Felbinger, den Bezirksräten Karin Renner und Adelheid Zimmermann sowie Ulf Zeitler vom Bund Naturschutz zu hören.

"Hinter jeder Tür ist ein besonderes Geheimnis. Nämlich etwas was mit viel Liebe und Freude geschaffen ist", das bestätigte auch Kreisbäuerin Rita Jörg. Mit Liedern, wie "achte die Natur" und aus der Rhön sorgten die Sängerinnen des Gartenbauvereins Frankenbrunn unter ihrem Dirigenten Florian Schaub für die musikalische Gestaltung. Dass solche Vorbereitungen zusätzlich Arbeit machen, betonte die Kreisvorsitzende Irmgard Heinrich.

Mit viel Bewunderung ging eine Gruppe Oberthulbaer Frauen durch den Garten in Hassenbach. "Es ist einfach toll was hier geschaffen wurde, wir wissen wie es hier vorher ausgesehen hat. Das so zu schaffen hat viel Arbeit gemacht". Die Vorsitzende des Vereins für Gartenbau und Landespflege Frankenbrunn, Maria Zier, war ebenfalls angetan. "Hier kann man es aushalten. Aber in einem so großen Garten gibt es immer was tun, da muss die ganze Familie mitmachen".

Beim Gang durch die Beete und Anlagen konnten sich die Besucher ein Bild über den großen, aber auch arbeitsreichen Garten mit seinen Kräutern, Blumen und Gehölzen bis hin auch zur bäuerlichen Gestaltung mit dem Gemüsegarten machen.
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