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Ebenhausen
Integration

TSV Ebenhausen wird Stützpunktverein für integratives Erlebnisturnen

Der TSV Ebenhausen, der Asylhelferkreis und der Bayerische Turnverband organisieren ein Erlebnisturnen für einheimische Kinder und Flüchtlingskinder.
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Erstmals veranstaltete der TSV Ebenhausen ein Erlebnisturnen mit dem zusätzlichen Aspekt der Integration. Den vielen Kindern machten die Spielstationen einen Heidenspaß. Foto: Stefan Geiger
Erstmals veranstaltete der TSV Ebenhausen ein Erlebnisturnen mit dem zusätzlichen Aspekt der Integration. Den vielen Kindern machten die Spielstationen einen Heidenspaß. Foto: Stefan Geiger
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Begeisterung pur herrschte bei den 50 Kindern, die am Projekt "Integration durch Bewegung" des TSV Ebenhausen mit dem Bayerischen Turnverband BTV und dem Asylhelferkreis teilnahmen. Der vielfältige Geräte- und Spielparcours faszinierte alle und ließ die zweieinhalb Stunden wie im Flug vorüberziehen.
In den großen Kreis fügten sich die 15 Kinder aus der örtlichen Asylbewerberunterkunft nahtlos ein, zumal viele schon über Kindergarten und Schule
Kontakte im Ort pflegen.


Fachmann vor Ort

Nach der erfolgreichen Probestunde will der TSV Ebenhausen als Stützpunktverein mit dem BTV das Erlebnisturnen Kindern und Familien mit Migrationshintergrund sowie Einheimischen anbieten. Dabei trifft es sich gut, dass Helmut Diener, BTV-Landesfachwart für Kinderturnen, in Ebenhausen wohnt und den TSV unterstützt. "Ebenso können wir uns auf unsere Übungsleiterinnen und den Asylhelferkreis stützen", erklärt Sebastian Dees vom Vorstand.
Jede Menge Arbeit und Zeit hatten die Veranstalter in die Vorbereitung gesteckt. Die Gerätschaften konnten über die Bayerische Turnerjugend ausgeliehen und in mehreren Stunden aufgebaut werden. "Bei Organisation, Anlieferung, und Aufbau hatten wir in Helmut Diener eine große Stütze. Bei der Abwicklung stand er uns als versierter Fachmann zur Seite, so dass alle ihren Spaß haben konnten", sagte Dees. Da konnten die Kinder einfach nicht genug kriegen: Schaukeln am Trapez, Fliegen am Rundlauf, Klettern im Seilgarten sowie Rennen, Springen und Rollen auf der Air-Track-Bahn.


Feste Regeln

Bereits vorher wurden die Verhaltensregeln besprochen: Mitmachen nur in Sportkleidung und Sportschuhen, kein wildes Herumrennen und Vordrängeln, kein Ändern der Gerätestationen, Air-Track-Nutzung nur in Socken oder leichten Turnschuhen. Jeder konnte seine Stationen frei wählen. Und alle hielten sich daran. Immer neue Gruppen bildeten sich. Jeder turnte und spielte mit jedem und nahm bei Bedarf Rücksicht.
Vom Asylhelferkreis unterstützten Beate Distler, Ronja Ebner und Peter Iberl die Aktion, die Helmut Diener mit TSV-Abteilungsleiterin Jessica Wolter und deren Team leiteten, um Sicherheit zu garantieren.
An der Trapezstange erlebten die Kinder in der Schaukelgruppe den ständigen Wechsel von Beschleunigen und Richtungsumkehr. Beim Rundlauf gelang die Kreisbewegung nur durch gemeinsames, aufeinander abgestimmtes Agieren. Die Kletternetze verlangten Risikobereitschaft und Balanciervermögen.
"Uns kommt es auf erlebnisorientierte Grunderfahrungen und Bewegungsfelder an. Gemeinschaftsfördernde Elemente sollen in spielerischer Form erlebt werden. Die einzelnen Bewegungslandschaften regen die Phantasie der Kinder an. Normierte Bewegungen wie Rad oder Handstand oder spezifische Übungen an Turngeräten entfallen", erklärte Helmut Diener das Konzept des Erlebnisturnens.
"Wir wollen dieses Erlebnisturnen zu einem festen Bestandteil unseres Sportangebots im TSV Ebenhausen machen. Natürlich können wir nicht immer eine solch tolle Gerätelandschaft aufbauen, aber auf fachliche Hilfe über Helmut Diener setzen. Auch aus Versicherungsgründen ist dann Vereinsmitgliedschaft nötig", erklärt Sebastian Dees. Die nächsten Termine werden bekannt gegeben.
Weitere Informationen auf der Homepage des TSV Ebenhausen unter der Adresse: www.tsv-ebenhausen.de.

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