Nur so war es möglich, die konkrete Erinnerung an jene früheren Bad Kissinger lebendig werden zu lassen.
Doch nicht jedes NS-Opfer war eine bekannte Persönlichkeit. Die meisten waren rechtschaffene Mitmenschen, die vielleicht hier und da am Vereinsleben teilnahmen, aber sonst keine Spuren in den Annalen der Kurstadt hinterlassen haben.

Für die fünfte Verlegung Bad Kissinger Stolpersteine am Dienstag, 15. Mai, werden noch persönliche Angaben zu acht Bad Kissingern gesucht: Sanitätsrat Dr. Pinkus Münz mit Sohn Dr. Alfred Münz (Theresienstraße 1), Gastronom Siegfried Bloemendal mit Ehefrau Fanny und den Söhnen Manfred und Josef Bloemendal (Theresienstraße 10) sowie Bankier Louis Hofmann mit Ehefrau Lina (Untere Marktstraße 2).

Zeitzeugen der 1940er Jahre dürfte es inzwischen nur noch wenige geben. Aber vielleicht erinnern sich die älteren Bad Kissinger noch an Einzelheiten oder Wissenswertes, das sie als Kinder und Jugendliche aufgeschnappt haben. Jede Information über diese Mitbürger - mag sie auch noch so unbedeutend erscheinen - wird aufgenommen. Die zur Stolperstein-Verlegung aus solchen Informationen erarbeiteten Biografien werden dem Stadtarchiv übergeben.

Kontakt: Sigismund von Dobschütz, Telefon: 0971/ 785 25 30, E-Mail: badkissinger-stolpersteine@web.de. red