Bad Kissingen
Kultur

Stefan Mross sagt Servus

Die Stadt Bad Kissingen setzt den Musikantenfrühling zunächst nicht fort, denkt aber über einen neuen Anlauf in 2016 nach.
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Abschied von Stefan Mross: Der Musikantenfrühling erreichte zwar das Publikum, kam aber aus dem Defizit nicht heraus. Foto: Siegfried Farkas
Abschied von Stefan Mross: Der Musikantenfrühling erreichte zwar das Publikum, kam aber aus dem Defizit nicht heraus. Foto: Siegfried Farkas
Der Frühling ist erst einmal vorbei. Wer auf den Kalender blickt, wird diese Bemerkung im Moment nicht unbedingt zeitgemäß finden. Mit dem Zusatz Musikanten bekommt die Aussage allerdings zumindest für Kissinger aber doch noch einen Sinn. Der Musikantenfrühling, das zunächst auf drei Jahre angelegte Angebot der Stadt in Zusammenarbeit mit dem Musiker und Moderator Stefan Mross ist abgeschlossen.
Es wird, erst einmal, nicht fortgesetzt.
Wie der Pressesprecher der Stadt, Thomas Hack, erklärte, war das 2012 begonnene Projekt Musikantenfrühling gezielt auf drei Jahre angelegt. Und seine Zukunft war daran gebunden, dass es sich nach diesen drei Jahren alleine trägt.
Am Ende habe sich erwiesen, dass sich die Veranstaltung in der bisherigen Form nicht selber trage. Deshalb habe die Stadt darauf verzichtet, eine weitere Ausgabe des Musikantenfrühlings anzusteuern. Man habe sich aber nicht aktiv gegen so ein Angebot ausgesprochen, betont Hack. Beim Publikum sei die Veranstaltung in den drei Jahren ja durchaus angekommen.
Ganz aufgegeben ist der grundsätzliche Gedanke nach Hacks Angaben deshalb noch nicht. Die Stadt denke darüber nach, es mit der Sache nach einem Jahr Pause, 2016 noch einmal zu versuchen. Es gebe jedenfalls den Auftrag, ein neues Konzept zu entwickeln, das dann vielleicht doch noch den gewünschten Publikumserfolg bringt, ohne am Ende die Stadtkasse wirtschaftlich zu belasten.
Entschieden sei darüber noch nicht. Eine Aussage, mit wem die Stadt im Falle eines Falles einen erneuten Anlauf unternimmt, will Hack damit ebenfalls nicht verbunden wissen. Die Überlegungen erfolgten zunächst "unabhängig von Personen", sagt er.
Der Stadt durch ein Volksmusikfest neue Gästekreise zu erschließen, war von Anfang an das Hauptziel des Projekts Musikantenfrühling. In die Stadt bringen sollte die Veranstaltung Besucher aus einem Umkreis von 200 bis 250 Kilometern, hieß es in der Anfangszeit. Damit möglichst viele davon in der Stadt übernachten, wurde die Reihe mit Konzerten am Freitagabend, am Samstagabend und am Sonntagvormittag gezielt auf ein Wochenende angelegt.
Als Defizit für das Jahr 2012 wies die Kämmerei im Haushalt 2014 im Ergebnis 29 000 Euro aus. Für 2013 und 2014 standen im Etatentwurf jeweils nur Ansätze. Die Differenz zwischen Ausgaben und Einnahmen betrug dabei jeweils um die 17 000 Euro.
Nach Bad Kissingen gebracht hatte der Musikantenfrühling in seiner bisherigen Form neben Stefan Mross eine ganze Reihe anderer Künstler aus dem Volksmusikgenre. Der volkstümliche Schlagersänger Reiner Kirsten war ebenso dabei wie Oliver Thomas aus dem Schwarzwald, die Pitztaler Nachtigalln, Die Bayrische 7, die Egerländer Blasmusik, die Sängerin Gaby Albrecht oder der jodelnde Japaner Takeo Ischi mit seinem Hit vom Bibi-Henderl.
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