Nüdlingen

Senioren sind gerettet

In der künftigen Senioren-WG "Zeiträume" wurde ein Brand angenommen.160 Einsatzkräfte beteiligten sich an der Großübung.
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Erschöpft, aber in sicheren Händen: Altaktiver Feuerwehrmann Hans Lang. Die Altaktiven der Nüdlinger Wehr, die sich als Statisten für die Übung zur Verfügung gestellt hatten, spielten ihre Rollen als brandverletzte Heimbewohner ausgezeichnet. Fotos: Arthur Stollberger
Erschöpft, aber in sicheren Händen: Altaktiver Feuerwehrmann Hans Lang. Die Altaktiven der Nüdlinger Wehr, die sich als Statisten für die Übung zur Verfügung gestellt hatten, spielten ihre Rollen als brandverletzte Heimbewohner ausgezeichnet. Fotos: Arthur Stollberger
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Noch steht sie leer, die künftige Senioren-WG am Riedweg in Nüdlingen. Für die Feuerwehr, die dort eine umfangreiche Übung durchführte, war es gar nicht schlecht, dass die Räumlichkeiten in den zwei Obergeschossen noch nicht bewohnt waren. Künftig sollen hier 12 Senioren durch einen Pflegedienst ganztägig betreut werden und dennoch ihr Leben selbstbestimmt gestalten.

Um 15 Uhr setzte die Pflegeleiterin Antje Beer auf Grund eines angenommenen Zimmerbrandes im Erdgeschoss den Notruf an die Leitstelle Schweinfurt über die Notrufnummer 112 ab. Sie meldete der Feuerwehr, dass sich mehrere Personen noch im Gebäude befinden. Seitens der Leitstelle wurde das Alarmstichwort "B3 Person" ausgelöst. Dies bedeutet, es handelt sich um einen Brand, bei dem eine oder mehrere Personen in Gefahr sind. Sofort wurden die Feuerwehren aus Nüdlingen, Haard und Bad Kissingen alarmiert.
"Nach dem Eintreffen an der Einsatzstelle wurde von mir als Einsatzleiter nach der Lageerkundung festgestellt, dass noch zwölf Bewohner im Gebäude sind", berichtet Alexander Frey, Kommandant der Nüdlinger Feuerwehr. Zu den bereits anwesenden Atemschutzgeräteträgern wurden über Funk zwanzig weitere nachgefordert. Dies rief die Feuerwehren Winkels, Hausen, Windheim, Reiterswiesen und Münnerstadt auf den Plan. Zu der bereits im Einsatz befindlichen Drehleiter der Kissinger Wehr kam eine zweite aus Münnerstadt. Beide dienten der Rettung von Bewohnern der Senioren-WG "aus luftiger Höhe".
Kommandant Frey ließ drei Einsatzabschnitte bilden. Diese wurden vom 2. Kommandanten Florian Wilm, Kreisbrandmeister Holger Ulrich und Zugführer Mehringer von der Feuerwehr Bad Kissingen übernommen. Zusätzlich wurde noch die Unterstützungsgruppe Örtliche Einsatzleitung (UG-ÖEL) des Landkreises und Kreisbrandinspektor (KBI) Edwin Frey alarmiert. In die Gesamteinsatzleitung, die KBI Edwin Frey wahrnahm, waren auch Bürgermeister Harald Hofmann, Marco Nicolai vom Ordnungsamt und die Betreiberin Antje Beer integriert. Zwei Rettungswagen vom Roten Kreuz sowie die UGSAN (Einsatzleitung des Rettungsdienstes) waren zur Übung gekommen. Insgesamt waren 32 Atemschutzgeräteträger und 160 Einsatzkräfte der Feuerwehren und des BRK am Übungsort im Einsatz.
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