"Die Zelttheaterwoche ist eine freiwillige Leistung mit Zukunft, die Bad Kissingen bunt macht", beschrieb Stadtjugendpfleger David Rybak das Großereignis für Junge und Jung gebliebene, das in den letzten vier Tagen im Luitpoldpark über die Bühne ging.
Bunt und farbig war nicht nur das Bild, das Zelte und Buden auf der Wiese abgaben, bunt gemischt war auch das Publikum. "Da kommen Jung und Alt auf der Theaterwiese zusammen", da kommt Opa im Rollstuhl, den Enkel auf den Knien, oder Oma samt Gehhilfe und Enkelkindern. "Vor allem an Fronleichnam war hier was los, 4500 Besucher waren mindestens an diesem Tag da", so Rybak.
"Generationenübergreifend" war der Besuch der Familien Kolb/Chwolka/Zänglein. "Ich bin zum ersten Mal hier, meine Mutter wollte unbedingt mit den Urenkeln hierher", berichtet Karin Chwolka und so verabredeten sich Urgroßmutter, Großmutter, Mutter und Urenkel im Park. Gefallen hat es allen, egal ob alt oder jung, denn wer sich für Rutsche, Karussell oder Hüpfburg nicht mehr fit genug fand, der entdeckte bestimmt in oder vor einem der zahlreichen Zelte etwas anderes Interessantes. Schließlich waren ja auch zahlreiche Vereine und Organisationen in die Zelttheaterwoche eingebunden.

Viele kamen von auswärts


So traten am Samstag die Bockleter Singmäuse und der Kindergarten Westheim auf der großen Bühne auf. Wer hier allerdings Kinder auf der Bühne erwartet hatte, lag falsch: die Erzieherinnen des Kindergartens waren die Aktiven mit "Des Kaisers neue Kleider". Kindergartenleiterin Maria Förster las aus dem Buch vor und die ganze Belegschaft spielte die Geschichte die eitlen Kaisers nach, sehr zur Belustigung des Publikums. Sehr gut besucht war das "Mitmachtheater", das am Sonntagnachmittag seine Premiere hatte.
Da die Zelttheaterwoche ganz unter dem Motto "Film ab!" stand, waren gleich zwei Kamerateams auf dem Platz. So standen die kleinen Helden nicht nur vor, sondern auch hinter der Kamera und werden bei der nächsten, der 17. Zelttheaterwoche ihre Produktionen vorführen. In dem einen "Filmteam" war die zehnjährige Tabea aus Bad Kissingen. Sie hat sich dafür besonders interessiert, weil sie schon gerne und fleißig fotografiert, aber "meistens nur Tiere und hier konnte ich Menschen befragen". Stella Haas war mit Mama und Oma extra aus Wartmannsroth gekommen, und für die Kissinger Familie Büringer, die mit Töchterchen Natali im Luitpoldpark war, ist die Zelttheaterwoche inzwischen eine "Pflichtveranstaltung".
Mit dabei natürlich auch wieder das Mobile Kinder-Café. Hier war Mike für einen Tag fest eingebunden. Ganz stolz erklärt der Sechsjährige, dass er dort schon alleine Teller und Tassen spülen durfte - den "Lohn", mehrere Gutscheine, hat er dann gleich in Form von Bratwürsten verdrückt.