Bad Kissingen
Gespräche

Schweigen zum Kurhaushotel Bad Kissingen

Finanzminister Markus Söder hat Oberbürgermeister Kay Blankenburg, MdL Sandro Kirchner und Landrat Thomas Bold über das weitere Vorgehen in Sachen Kurhaushotel informiert. Über die Inhalte des Gesprächs wurde nichts bekannt, für Montag ist eine Stellungnahme des Finanzministeriums angekündigt.
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Strahlendere Zeiten: Bis zum 31. Oktober 2010 war das Steigenberger-Kurhaushotel in Betrieb.  Foto: dpa/Archiv
Strahlendere Zeiten: Bis zum 31. Oktober 2010 war das Steigenberger-Kurhaushotel in Betrieb. Foto: dpa/Archiv
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Bekommt Bad Kissingen das dringend benötigte Fünf-Sterne-Hotel? Wie geht es mit dem Areal weiter, auf dem das mittlerweile abgerissene Kurhaushotel stand? War die Ausschreibung erfolgreich, die Anfang Februar abgelaufen ist und mit der das Bayerische Finanzministerium nach einem Käufer sowie einem Hotelbetreiber sucht? Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD), Landtagsabgeordneter Sandro Kirchner (CSU) und Landrat Thomas Bold (CSU) waren gestern Nachmittag mit drängenden
Fragen zu Gast bei Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) in München.

Ob sie vom Minister auch zufriedenstellende Antworten erhalten haben, ist allerdings unklar. Über die Inhalte des Treffens wurde gestern nichts bekannt. Blankenburg, Kirchner und Bold äußerten sich nicht gegenüber der Presse und verwiesen darauf, dass das Finanzministerium in Sachen Verkauf des Kurhaushotels federführend sei. Für Montag wurde eine offizielle Stellungnahme des Ministeriums angekündigt.

Es lassen sich nur Vermutungen darüber anstellen, was das Schweigen zu bedeuten hat. Auf der einen Seite ist es denkbar, dass Söder persönlich einen Erfolg verkünden will. Auf der anderen Seite ist es auch nicht abwegig, dass gar kein Erfolg zum vermelden da ist. Im besten Fall existiert eine Grundlage, auf der eine konkrete Planung möglich ist, mit Namen, Kosten, Zeitrahmen. Im ungünstigsten Fall gibt es kein Ergebnis und es geht noch mehr Zeit verloren. Dann würde eventuell die Ausschreibung verlängert und der Verkauf in die Zukunft verschoben.


Verkauf des Kurhaushotels

Der Freistaat Bayern will das Areal des früheren "Steige nberger"-Hotels und des Kurgastzentrums unmittelbar neben dem Kurgarten verkaufen. Der Investor soll dort ein Hotel mit mindestens "Vier-Sterne-Superior" errichten. Angestrebt ist allerdings ein Fünf-Sterne-Haus. Das 5618 Quadratmeter große Grundstück soll nach dem Abriss des Kurhaushotels und des Kurgastzentrums 1,78 Millionen Euro Wert sein. Vorgesehen ist ein Besitzwechsel bis Mitte 2016. Höchstens drei Jahre später soll das Hotel den Betrieb aufnehmen.
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