Schwärzelbach
Tradition

Schwärzelbacher Jugend feiert "ihre" Kirchweih

"Wamm g'hört die Kirmes?", lautete heuer wieder die traditionelle Standardfrage der feiernden Burschen. Und dann ertönte es aus der Menge der knapp 30 Burschen: "Auch wenn die Stern´ vom Himmel falle', die Kirmes wird gehalle!"
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Fröhlich prostend zogen die Kirmesburschen unter Begleitung der Dorfkapelle durch Schwärzelbach zum Sportheim.  Foto: Gerd Schaar
Fröhlich prostend zogen die Kirmesburschen unter Begleitung der Dorfkapelle durch Schwärzelbach zum Sportheim. Foto: Gerd Schaar
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Trotz des Zeitalters von Computer, TV und Disco will die Dorfjugend auch heutzutage nicht auf die lange Tradition der Kirchweih verzichten. Bursche Simon Beck: "Für mich ist es keine Frage, ich nehme jedes Jahr daran teil und freue mich immer auf die Kirchweih." Sein Kamerad Tobias Breitenbach kann dies nur bestätigen: "Ich liebe diese seit vielen Generationen bestehende Tradition meiner Eltern und Großeltern, ohne die mir ganz einfach etwas fehlen würde."

Aus luftiger Höhe vom Dach des Sportheimeingangs verlas Sebastian Fella die Kirmessprüche im goldenen Licht der untergehenden Sonne und ließ das vergangene Jahr des Dorflebens noch einmal aus lustiger Burschensicht Revue passieren. Ihm zur Seite standen Maurice Vogler mit dem geschmückten Burschenbaum und Christoph Hoos mit der dicken Schriftrolle, auf der die Sprüche zu lesen waren.

Alkoholmissbrach als roter Faden


Das Hauptthema Alkoholgenuss und dessen Folgen war auch heuer wieder ein roter Faden für etliche Missgeschicke, die der Bursche Fella gern den etwa 100 Zuhörern zum Besten gab. Da gibt es nach einer längeren Feier schon mal Heimfahrten in der Schubkarre, wenn der Freund zu viel trank. Oder kleinere Rempeleien, nachdem zuvor feuchtfröhlich auf den Tischen getanzt wurde. Auch bei Busausflügen reist der Alkohol gerne mit. Bloß beim Autofahren sollte man in diesem Zustand die Hände vom Steuer lassen, sonst landet man mit Karacho im Graben oder auf der Wiese.

Weitere Themen waren die Kamerablitze, die auf Verkehrsraser gerichtet waren, sowie der arg bedauerte Weggang des ehemaligen Feuerwehr-Kommandanten Winfried Heim, wilder Bauschutt, ein Lagerbrand mit anschließendem Löschwasserschaden, ein verlorener Autoreifen und ein gründlich beendeter Familienstreit. Gefeiert wurde noch bis einschließlich Montag.
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