Bad Kissingen
Schule

Schüler als Landtagsabgeordnete

120 Schüler der Oberstufe des Jack- Steinberger- Gymnasiums simulierten die Arbeit im Parlament.
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Die echten Landtagsabgeordneten diskutieren mit den Schülern des Jack-Steinberger-Gymnasiums.  Foto: Jack-Steinberger-Gymnasium
Die echten Landtagsabgeordneten diskutieren mit den Schülern des Jack-Steinberger-Gymnasiums. Foto: Jack-Steinberger-Gymnasium
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120 Schüler der Oberstufe des Jack- Steinberger- Gymnasiums saßen um 8 Uhr im großen Penthouse statt im Klassenzimmer. Sechs wissenschaftliche Mitarbeiter des Centrums für angewandte Politikforschung der Uni München, mehrere Studienreferendare des Studienseminars spielten mit ihnen zusammen fünf Stunden lang Landtag in neun Räumen. Drei "echte" Landtagsabgeordnete begleiteten das Planspiel, und der Bayerische Landtag finanzierte die Aktion.

Die Studienreferendarin Friederike Schindhelm hatte die Idee, das Planspiel "Wir sind der Landtag" nach Bad Kissingen zu holen. Ihre Schüler sollten selbst erfahren, wie Gesetzgebung funktioniert, indem sie die Arbeit der Abgeordneten im Landtag nachspielen. Thema waren die Ladenschlusszeiten.
Die Schüler schlüpften in Rollen als Landtagsabgeordnete. In Sitzungen diskutierten die einzelnen Fraktionen ihren Standpunkt zum Ladenschluss und versuchten zu einer gemeinsamen Meinung zu kommen. Der Landtagsabgeordnete Günther Felbinger besuchte die Fraktionssitzung "seiner" Fraktion der "Freien Wähler" und war begeistert, wie ernst und engagiert die Schüler das Thema debattierten. Der junge Politikwissenschaftler Benedikt Swoboda aus München achtete mit seinen Kollegen darauf, dass die Regeln eingehalten wurden.
Im Plenum, in dem alle Schüler wieder zusammenkamen, prallten die Meinungen der Parteien aufeinander. Die abschließende Abstimmung ergab ein Patt. In der Praxis hätte sich an den Ladenöffnungszeiten nichts geändert. Bei den Schülern hatte sich aber etwas geändert: Sie haben erfahren, wie Politik funktionieren kann. Günther Felbinger von den Freien Wählern, Kerstin Celina von den Grünen und Sandro Kirchner von der CSU, die "echten Abgeordneten", standen am Schluss den Schülern Rede und Antwort. red

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