Ebenhausen
Konzert

Sänger ziehen das Publikum mit

Die Vorbereitungen für den Weinliederabend des Männergesangvereins Liederhort Ebenhausen liefen seit Jahresanfang.
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Sängerinnen und Sänger brachten beim Weinliederabend in Ebenhausen ein vielfältiges Programm, das die rund 200 Gäste mit reichem Applaus würdigten. Unser Bild zeigt die Gastgeber, hier Klaus Peter, Willi Greubel (hinten), Walter Ziegler und Hugo Gass (rechts).Fotos: Stefan Geiger
Sängerinnen und Sänger brachten beim Weinliederabend in Ebenhausen ein vielfältiges Programm, das die rund 200 Gäste mit reichem Applaus würdigten. Unser Bild zeigt die Gastgeber, hier Klaus Peter, Willi Greubel (hinten), Walter Ziegler und Hugo Gass (rechts).Fotos: Stefan Geiger
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Wie der Herbst in seiner Farbenvielfalt war das Programm des Weinliederabends, das der Männergesangverein in der Turnhalle ausrichtete. Vier Chöre wetteiferten miteinander mit traditionellen Weisen, Schlagern, Evergreens bis hin zu modernen Sätzen. Die Gäste belohnten die Dirigenten mit ihren Sängerinnen und Sängern mit herzlichem Applaus, um noch die eine oder andere Zugabe zu entlocken.

"Unsere Vorbereitungen laufen seit Jahresbeginn", erklärt Vorsitzender Klaus Peter, der mit seinem Team den Abend organisierte. "Zu vielen Gesangvereinen haben wir seit Jahrzehnten enge Kontakte. So ist es nicht allzu schwer, sie für unser Konzert zu gewinnen. Nur einmal musste ein Abend abgesagt werden, als kurzfristig gleich drei Chöre von einer Krankheitswelle heimgesucht wurden", sagt er. Diesmal klappe alles perfekt. Die Turnhalle schmückten Helferinnen und Helfer zu einer Heckenwirtschaft. Andere kümmerten sich um Speisen und Getränke bzw. bedienten die Besucher.
Zum dritten Mal nach 2005 und 2007 begeisterte der Männergesangverein Burgsinn, bereits 1889 gegründet und von Harald Hofbauer mit außerordentlicher Begeisterung geleitet. Ihm gelingt es vorzüglich, seine eigene Freude auf seine 25 Sänger zu übertragen. Auf seine Aktiven stimmt er das Liedgut ab, indem er für die Werke eigene Sätze arrangiert. Ob mit Taktstock oder am Klavier schafft er es perfekt, seine Sänger durch wunderbare Stücke wie u. a. die russische Volksweise "Marianka", "Barkarole" aus Hoffmanns Erzählungen, die spanische Melodie "Valencia" oder dem Lied vom Chianti-Wein zu führen und selbst noch als Solist zu glänzen. Die Burgsinner setzten auch diesmal ein Ausrufezeichen und antworteten auf das rhythmische Danke-Klatschen mit dem "Morgen Mathilda" von Rod Steward.

Kleine Europareise

Von diesen tollen Leistungen ließen sich die weiteren Chöre gerne anstecken, um ihr Bestes zu geben. Der gemischte Chor des Gesangvereins "Liederkranz" Oerlenbach - erstmals dabei und personell durch Erkrankungen dezimiert - unterstrich unter Dirigent Nikolaus Metz die Bandbreite seines Repertoires. Dazu zählten fränkische Weinlieder wie "Was woll`n wir auf den Abend tun" oder "Wo man Wein trinkt" mit Zusatzstrophen "Ist der Sommer vorbei, dann trinke wir nen Wei" oder "So wie wir leben, kann kein Bauer leben: Wenn er 20 Hühner hat und keinen Wein." In einem zweiten Part nahmen die Sängerinnen und Sänger die Gäste mit auf eine kleine Europareise: "Marina" aus Italien, "Weit weit weg" aus Österreich und "Danke für die Musik" aus Schweden bis zurück nach Deutschland mit "Mambo", von Dirigent Metz mit eigenem Satz erarbeitet.
Nikolaus Metz leitet auch "Sängerlust" Oberthulba, in dessen Reihen Altlandrat Herbert Neder mitsingt. Die Sängerinnen und Sänger brachten u. a. "Des Herbstes buntes Lied", die italienische Weise "Südliche Sommernacht", "Der Spielmann ist da" und als besondere Herausforderung "Der Hahn von Onkel Giacometo", nicht ganz einfach, um nicht mitten im Vortrag nach dem grässlichen Krähen des alten Hahns die Linie zu verlieren. Aber der Dirigent meisterte mit seinem Chor diese Hürde bis zum Schluss mit "denn am anderen Morgen krähte ein junger Hahn".
Dem Sängerwettstreit stellte sich der gastgebende Männerchor unter Kurt Distler: Zu Beginn mit "Deutsches Weinland" und "Ich hab den Wind belauscht", als Abschluss mit "Im Weinkeller" und "Heute ist das Leben". Beim Schlusswerk "Herrliches Weinland" stimmten die Besucher spontan mit ein.
Durch das Programm führte in bewährter Weise "Kellermeister" Alfred Buchner. Gemeinsame Lieder - begleitet von Istvan Stefan (Gitarre) und Herbert Distler (Orgel) - wie "Sou a Schöppla Frankawei" und "Kleine Winzerin vom Rhein" lockerten das Programm auf. "Danke für diesen Abend. Ich komme wieder, auch wenn ich nicht mehr im Amt bin", lobte Bürgermeister Siegfried Erhard.

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