Bad Kissingen
Bundestag

Sabine Dittmar fast einstimmig wiedergewählt

Die SPD im Wahlkreis Bad Kissingen hat erwartungsgemäß Sabine Dittmar wieder für den Bundestag nominiert.
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Die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar wurde bei der Bundeswahlkreiskonferenz in Ebelsbach fast einstimmig zur Kandidatin für die Bundestagswahl im kommenden Jahr nominiert.  Foto: Dieter Britz
Die Bundestagsabgeordnete Sabine Dittmar wurde bei der Bundeswahlkreiskonferenz in Ebelsbach fast einstimmig zur Kandidatin für die Bundestagswahl im kommenden Jahr nominiert. Foto: Dieter Britz
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Die SPD im Bundestags-Wahlkreis 248 Bad Kissingen setzt auch in Zukunft auf Sabine Dittmar. Die 52-jährige Ärztin aus Maßbach (Kreis Bad Kissingen), die vor drei Jahren in den Bundestag gewählt wurde und zuvor fünf Jahre dem Landtag in München angehört hatte, wurde bei der Bundeswahlkreiskonferenz im "Roten Hahn" in Ebelsbach erneut fast einstimmig als Bundestags-Kandidatin nominiert.
Sie hatte keine Gegenkandidaten.


Mitglied seit 1981

Als Versammlungsleiter René van Eckert (Mellrichstadt) nach Vorschlägen für einen Kandidaten oder eine Kandidatin fragte, meldete sich der SPD-Kreisvorsitzende im Landkreis Haßberge, Wolfgang Brühl, zu Wort: "Ich habe einen Vorschlag: Eine junge Frau, die seit 1981 mit voller Kraft und Energie in der SPD tätig ist. Sie wurde 2008 in den Landtag gewählt und übernahm auch den Kreisvorsitz in Bad Kissingen. 2013 wurde sie in den Bundestag gewählt, da die maßgebliche politische Musik zum Thema Gesundheitspolitik in Berlin und nicht München spielt... Die SPD traut ihr zu, dass sie unsere sozialdemokratischen Grundwerte vertritt." Und damit war niemand anderes als Sabine Dittmar gemeint.
Die Entscheidung, diese Veranstaltung in Ebelsbach, dem Wohnort von Dorothee Bär abzuhalten, sei keine Kampfansage an die CSU-Abgeordnete, betonte Sabine Dittmar zu Beginn ihrer Vorstellungsrede. Grund sei nur gewesen, dass die Nominierungsveranstaltung im mitgliederstärksten Kreisverband stattfinden sollte, dass es hier diesen "wunderbaren Veranstaltungsraum" in Autobahnnähe gebe, und dass ein aktiver Ortsverein die Bewirtung übernehmen soll. "Darüber habe ich Kollegin Bär auch persönlich in Kenntnis gesetzt."
Obwohl das Gesundheitsministerium von der CDU geführt werde, habe sie als stellvertretende Sprecherin ihrer Fraktion und als zuständige Berichterstatterin viele Gesetze aktiv mitgestalten "und auch manchen Blödsinn verhindern" können. Für die hiesige Region könne es nicht schaden, dass sie ordentliches Mitglied im Tourismusausschuss sei.
Der SPD-Fraktion sei es gelungen, zur treibenden Kraft in dieser Regierung zu werden. "Wir haben den Mindestlohn eingeführt" und "wir haben ein neues Rentenpaket durchgesetzt" hob sie hervor. Die Städtebauförderung sei weiter entwickelt worden, davon habe auch der Wahlkreis stark profitiert.


Zwei Gegenstimmen

Ein besonderes Anliegen seien ihr die Pflegestärkungsgesetze. Zum 1. Januar 2017 werde endlich die Minuten-Pflege abgeschafft und auch Demenzkranken der Zugang zur Pflegeversicherung eröffnet. Mit dem Landärztegesetz seien wirksame Maßnahmen ergriffen worden, um den Hausarztberuf wieder attraktiver zu machen.
Auch im letzten Jahr der Großen Koalition gehe die Arbeit weiter. Dem Missbrauch von Leiharbeit und Werksverträgen solle per Gesetz ein Riegel vorgeschoben und damit Lohndumping in Betrieben verhindert werden. "Das Rentenniveau darf nicht weiter fallen, und eine weitere Erhöhung des Renteneintrittsalters lehnen wir strikt ab", betonte Sabine Dittmar. Die Flüchtlingspolitik und die Integration derjenigen, die hierbleiben, sei aktuell eine der dringlichsten innenpolitischen Aufgaben.
74 von 79 Delegierten aus etwa 50 SPD-Ortsvereinen im Bundestagswahlkreis waren anwesend. 72 von ihnen (97,3 Prozent) stimmten in geheimer Wahl für Sabine Dittmar, zwei gegen sie. In der Versammlung wurden auch drei Delegierte für die Landesdelegiertenversammlung am 10. Dezember in Nürnberg bestimmt, bei der die Landesliste aufgestellt wird. Gewählt wurden Jasmin Reuter, Nicole Meyer und René van Eckert.
In ihrem Schlusswort gab sich Sabine Dittmar betont kämpferisch: "Ich freue mich auf einen Bundestagswahlkampf, wo wir den Schwarzen richtig einheizen."
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