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Oerlenbach
Jubiläum

SG Oerlenbach/Ebenhausen schrieb eine Erfolgsgeschichte unter dem Korb

In 40 Jahren hat die Basketballabteilung der SG Oerlenbach/Ebenhausen 22 nordbayerische und zwölf bayerische Meistertitel errungen. Peter Iberl war immer dabei.
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1980 holten die Mädchen der Volksschule Oerlenbach die bayerische Meisterschaft. Beim Bundesentscheid in Berlin wurde das Team Siebter. Von links stehend Trainer Peter Iberl, Isolde Walter, Heike Servatius, Angela Walter, Birgit Schlotter, Ina Meyerer, sitzend Ulrike Wetterich, Elke Reuscher, Sabine Borst, Gudrun Seufert und Ilka Vogel. Foto: privat
1980 holten die Mädchen der Volksschule Oerlenbach die bayerische Meisterschaft. Beim Bundesentscheid in Berlin wurde das Team Siebter. Von links stehend Trainer Peter Iberl, Isolde Walter, Heike Servatius, Angela Walter, Birgit Schlotter, Ina Meyerer, sitzend Ulrike Wetterich, Elke Reuscher, Sabine Borst, Gudrun Seufert und Ilka Vogel. Foto: privat
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Auf eine Vielzahl von Erfolgen blickt die Basketballabteilung der Spielgemeinschaft (SG) Oerlenbach/Ebenhausen zu ihrem 40-jährigen Bestehen zurück. Vater und Garant dieser Erfolgsgeschichte war und ist Peter Iberl, der als Trainer und Funktionär den Grundstein legte und bis heute die Fäden in der Hand hält. Gefeiert wird das Jubiläum an diesem Wochenende in der Wilhelm-Hegler-Halle.

"Im September 1971 hielt ich auf dem Allwetterplatz des TSV Oerlenbach für Jugendliche aus der Großgemeinde mit zwei Fußbällen ein Basketballtraining", erinnert sich Iberl, der gerade an der Volksschule Oerlenbach seine erste Lehrerstelle angetreten hatte, an den Start. "Über die Vereinsgrenzen hinweg stieß dieses leistungs- und breitensportorientierte Angebot auf große Resonanz und führte 1973 zur Gründung der Basketball-Abteilung als SG der Vereine TSV Ebenhausen, FC Eltingshausen und TSV Oerlenbach. Bis heute bewährte sich die Zusammenarbeit von SG und Schule", fährt er fort.
Noch im Gründungsjahr nahm die SG mit einer männlichen und weiblichen Jugendmannschaft an der Wettkampfrunde teil. Nach einem Jahr zog sich der FC Eltingshausen aus der SG zurück. Sportlich ging es blendend voran: 1974/75 holten sich die Mädchen die erste unterfränkische Meisterschaft. Weitere Bezirkstitel folgten, ehe 1978 in Bamberg der erste Sieg auf nordbayerischer Ebene gelang. Bei den Bayerischen Meisterschaften traf das Team auf die Spitzenclubs aus Wasserburg und München und wurde nach einem Sieg über Post Nürnberg Dritter. Parallel etablierten sich eine Damen- und Herrenmannschaft in der Kreis- bzw. Bezirksliga.
Schon 1973 wurde Ingrid Cazzella - damals noch Ingrid Stößer - in die Unterfranken- und Bayernauswahl berufen. Im Schulbasketball löste Oerlenbach das Gymnasiaum Bad Königshofen als jahrelangen Abonnementmeister ab und holte mit den Mädchen in den Altersklassen III und IV fast alle Titel auf Kreis- und Bezirksebene.
"1980 schrieben wir mit der Schule Basketballgeschichte: Unsere Mädchen besiegten alle Großstädte und Gymnasien Bayerns und fuhren zum Bundesfinale nach Berlin. Dort schafften wir unter zwölf Teams einen tollen siebten Platz", lobt Iberl, dessen Erfolgsrezept bis heute auf aggressiver Manndeckung, taktischer Disziplin, großem Kampfgeist, starker Kondition und individueller Entfaltung beruht.

Bis in die Nationalmannschaft

Der Siegeszug der Basketballmädchen setzte sich in den 80er- und 90er-Jahren unvermindert fort. 1992 gelang mit der Schule der große Wurf, als die D-Jugend den Gastgeber und Erzrivalen Wasserburg und alle weiteren Mitbewerber besiegte und bayerischer Meister wurde. Petra Lutz, Astrid Martin sowie Michelle und Christine Iberl wurden in den Bayernauswahlkader berufen, Mareike Nöth in die Nationalmannschaft. Mit ihr folgten 1993 die bayerische Vizemeisterschaft sowie die Vor- und Zwischenrunde zur deutschen Meisterschaft.
Michelle Iberl wechselte danach für vier Jahre zur DJK Würzburg, wo sie deutscher Meister wurde. Mareike Nöth ging zum TSV Nördlingen und später zu DJK Würzburg, wo sie heute noch in der zweiten Bundesliga aufläuft.
1998 brachte Mike Curtis neuen Aufschwung. Mit ihm stiegen die Männer von der Kreis- bis zur Oberliga auf. Als Trainer der Damen führte er die Mannschaft bis in die Regionalliga. Bis heute ist Basketball das Aushängeschild der SG Oerlenbach/Ebenhausen sowie der Schule und letztlich der Gemeinde. In den letzten Jahren gelangen der Schule zwei bayerische Meisterschaften in der Altersklasse III/2. In der SG schafften es die Teams, ihre Vormachtstellung in Region und Bezirk zu untermauern.
Aktuell zählt die Abteilung 170 Mitglieder. Zehn Jugendteams nahmen zuletzt am Spielbetrieb teil. Meister wurde die U 9, Vizemeister die U 11, U 13, U 14 und U 15. In der Unterfrankenauswahl agierten Angelina Stich, Kathrin Weingart sowie Courtney und Sarah Curtis. Die Männer stiegen in die Bezirksklasse auf, die Damen behaupteten sich in der Oberliga, in der erstmals auch die U 15 antrat.
Mit Sport und Spiel fing 1973 alles an. Peter Iberl erreichte - unterstützt von seinen Mitstreitern - 22 nordbayerische und zwölf bayerische Meisterschaften. Nach wie vor ist er Trainer und Schiedsrichter. 2010 übernahm er zusätzlich das Amt des Abteilungsleiters mit einem starken Team, um die Erfolgsgeschichte des Basketballs in Oerlenbach noch lange aufrecht zu erhalten.



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