Steinach an der Saale

"Rudolf, du warst a Anständiger"

In Steinach wurde ein Gedenkstein für Rudolf Schwarz eingeweiht. Er gilt als Vorbild für viele Mitbürger, weil er sich jahrzehntelang für die Dorfgemeinschaft engagiert hat.
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In Steinach wurde ein Gedenkstein für Rudolf Schwarz eingeweiht. Fotos: Arnold Nöth
In Steinach wurde ein Gedenkstein für Rudolf Schwarz eingeweiht. Fotos: Arnold Nöth
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Freitagabend, Sonnenschein liegt überm Saaletal und Steinach. An der Großbaustelle Henneberg-Halle vorbei sieht man eine Menge Volks hinauf zum Eckartspfad ziehen, hin zum kleinen Eichenwäldchen, gleich oberhalb der Gerätehalle des örtlichen Rauchclubs. Feuerwehr-Kameraden in Uniform, die Steinacher Musikanten im Freizeitlook, viele Männer und Frauen sind es, die sich dort versammeln und auf den bereitgestellten Bänken niederlassen.


Mariengrotte errichtet

Der frühere Feuerwehrkommandant Thomas Alles weiß Bescheid darüber, was denn nun dort in der frühen Abendstunde vor sich gehen soll. Hier im Eichenwäldchen hatte der Steinacher Vorbild-Mitbürger Rudolf Schwarz vor vielen Jahren eine Mariengrotte mit eigenen Händen errichtet und das Umfeld mit Ruhebänken zu einem Ort der Besinnung hergerichtet.
Überhaupt sei dieser Rudolf Schwarz ein Mann gewesen, wie ihn sich jede Gemeinde und Vereine nur wünschen können. "Er hat sich nie lange bitten lassen, hat alle Vereine unterstützt, war überall gerne gesehen und in vielen Verein sogar Ehrenmitglied!"


Emsiger Helfer

Weiter berichtete Thomas Alles, dass Rudolf Schwarz über Jahrzehnte bei keinem Fest in Steinach als emsiger Helfer fehlte und meist für den reibungslosen Ablauf des Versorgungsbetriebes verantwortlich zeichnete. "Und wo etwas bei und durch Vereine gebaut wurde, war er selbstverständlich dabei und ging als gutes Beispiel voran!"
Freiwillige Feuerwehr, TSV, Steinacher Musikanten, Rauchclub und andere hatten stets auf seine Unterstützung und Mitarbeit zählen können und wollten seiner nun in besonderer Weise gedenken. "Der Pforr is nuch net doa, mir müsse noch a weng word ..!" entschuldigte der Feuerwehr-Vorsitzende Peter Schmitt zum eigentlichen Beginn der Gedenkfeier den Ortsgeistlichen, der noch bei einer goldenen Hochzeit hängen geblieben sei.
Kurz darauf allerdings konnte Schmitt, nach dem Eröffnungslied "Lobet den Herren", offiziell die Veranstaltung mit dem Hinweis eröffnen, dass man heute in doch so großer Anzahl (rund 100 Anwesende) hier zusammengekommen sei, um Rudolf Schwarz zu gedenken, der vor eineinhalb Jahren im Alter von 75 Jahren verstorben war. Um dessen Werk und seine Verdienste zu würdigen, habe man nun einen Gedenkstein mit Beschreibung anfertigen lassen und hier an diesem Ort neben "seiner" Grotte aufgestellt. Seine Ausführungen endete der Feuerwehr-Vorsitzende mit dem Satz: "Okay, Rudolf, du warst a Anständiger!"


Eindrucksvolle Feier

Pater Raja ging mit Gebeten und aussagekräftigen Worten auf die Zusammengehörigkeit der Menschen in einer Gemeinde und dem Segen Gottes dazu, auf den besonderen Anlass ein und segnete den Gedenkstein. Sehr eindrucksvoll spielten die Steinacher Musikanten unter der Leitung von Bernd Borst "Ich hatt' einen Kameraden" und beendeten damit die besondere Gedenkfeier.
Im Anschluss war den Teilnehmern bei der Raucherclub-Halle Gelegenheit zur Begegnung beim gemütlichen Beisammensein gegeben.

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