Waldfenster
Gaudiwurm

Rosenmontagszug in Waldfenster

Rund 25 Motivwagen und Fußgruppen zogen am Rosenmontag durch Waldfenster.
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Mit Kopftuch, Schal und Reisigbesen tanzen diese Hexen über die vollen Straßen. Fotos: Benedikt Borst
Mit Kopftuch, Schal und Reisigbesen tanzen diese Hexen über die vollen Straßen. Fotos: Benedikt Borst
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Wenn die Vereinsgemeinschaft zum Straßenfasching ruft, ist traditionell der ganze Ort auf den Beinen. Mehr als 200 Narren zogen am Rosenmontag bunt kostümiert, feiernd und bestens gelaunt durch Waldfenster.

13 aufwendig gestaltete Motivwagen - allen voran das Prizenpaar Sandro I. und Victoria I. mit Gefolge - sowie elf Fußgruppen sorgten für Stimmung. "Vor allem die Waldfensterer Jugend ist stark vertreten, die machen immer viel", sagte Organisator Thomas Eckert vom TSV Waldfenster. Aber auch von außerhalb meldeten sich wieder einige Gruppen für den Gaudiwurm an. Nüdlingen beispielsweise war mit zwei Wagen vertreten. "Die kommen jedes Jahr", sagt Eckert. Drei weitere Motivwagen kamen aus umliegenden Ortschaften (Thulba, Stralsbach, Gefäll). "Die Gruppe aus Thulba ist in diesem Jahr neu", berichtete er.

Inhaltlich spießten die Rhöner Narren dieses Jahr vor allem überregionale Themen auf. Lokales wie die anstehende Kommunalwahl spielte keine Rolle. Wie sollte es auch. Es ist doch in der Marktgemeinde Burkardroth bereits so gut wie sicher, dass Bürgermeister Waldemar Bug (ödp) weiterhin im Amt bleibt, weil es keine Gegenkandidaten gibt.

Also richtete sich der Spott der Waldfensterer auf bekannte Übeltäter der Republik. Der "teuerste Bischof aller Zeiten" Tebartz van Elst wurde in einer goldenen Badewanne zum Zölibad versenkt: "Eher geht ein Kamel durch`s Nadelöhr, als ein Bischof zu Ikea." Ein kleiner Verbrauchertipp kam aus Stralsbach: Wer die Eskapaden des ADAC dicke hat, darf gerne Mitglied im Allgemeinen Stroalsbicher Automobilclub werden.

Der TSV Waldfenster hatte es auf die jüngsten Skandalgeschichten des FC Bayern in der "Arroganz-Arena" abgesehen: Vom zündelnden Breno, über den steuersparenden Uli zur Sex-Affaire Riberys. "Bei den Bayern gibt jeder was er kann." Sehr zur Freude in Waldfenster.

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