Bad Kissingen
Verkehr

Radweg Albertshausen eröffnet

Die Bauarbeiten haben fast solange gedauert wie eine Schwangerschaft und auch sonst war es keine leichte Geburt: Jetzt wurde der Geh- und Radweg von Albertshausen nach Bad Kissingen eröffnet. Was noch fehlt ist die Beschilderung.
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Eröffnung Radweg Albertshausen - Bad Kissingen Foto: Carmen Schmitt
Eröffnung Radweg Albertshausen - Bad Kissingen Foto: Carmen Schmitt
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Ob Rennrad, Mountainbike, Klapprad, Liegendrad oder ganz ohne Rad - zu Fuß: Endlich ist die Grundlage für die Fortbewegung - egal welcher Art - geschaffen und eröffnet: der Geh- und Radweg von Bad Kissingen nach Albertshausen. 2008 kam die Angelegenheit zum ersten Mal auf den Tisch der Stadträte. Sieben Jahre später radeln die ersten Freizeitsportler über den Asphaltbelag. Der ist gerade einmal ein paar Wochen alt und verbindet auf über zwei Kilometern die Kernstadt mit dem Stadtteil Albertshausen. Die Natur war nicht immer auf der Seite der Bauarbeiter.

Achteinhalb Monate wurde gebaggert, gegraben, abgetragen, aufgeschüttet und wieder gebaggert. Bis im März 2014 ein Ameisenhaufen der "Roten Waldameise" auftauchte. Der wurde umgesiedelt und auch auf die Haselmaus hatten die Bauarbeiter Rücksicht zu nehmen. Weil die bei ihrer Winterruhe nicht gestört werden will, waren alle Rodungsarbeiten bis zum Oktober erledigt.

Witterung legt Arbeit lahm

Während der Wintermonate mussten die Arbeiten wegen des Wetters immer wieder ruhen. Im Frühjahr wurde die Strecke eingeebnet und der Aushub für die Unterführung aus Wellstahlprofil ging an den Start. Bis Mai war die Straße nach Poppenroth wieder geöffnet. Was jetzt noch fehlt, ist eine Beschilderung.

"Vor allem für die Fernradtouristen ist das wichtig", sagt Thomas Leiner (CSU), dritter Bürgermeister der Stadt Bad Kissingen und Radfahrer. "Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn man mit dem Rad unterwegs ist, und plötzlich keine Schilder mehr findet." Stadtrat Walter Schuhmann (FW) aus Albertshausen freut sich über die kurze Anbindung, auch wenn er als Mountainbiker mehr im Wald unterwegs sei. Ihm ist die Beschilderung wichtig: "Nicht dass wir einen Radweg haben, der nicht angebunden ist und nicht aufgefunden wird."

Entlang der B286 und der St 2291 führt der Geh- und Radweg vom Ortsrand in Albertshausen bis in an den Stadtrand. Der erste Abschnitt verläuft auf einem bestehenden Waldweg.

Für eine gesunde Fortbewegung

Für Oberbürgermeister Kay Blankenburg (SPD) ist die Verbindung der "Regentenbau unter den Radwegen". Von den Baukosten in Höhe von 840 000 Euro beträgt der belastende Anteil für die Stadt 58 000 Euro. Den Rest übernimmt der Staat. Er hofft darauf, dass auf der Strecke viel los ist. "Wir bauen für alle Menschen, die sich gesund fortbewegen wollen." Dennoch: "Dieser Radweg ist nur ein Radweg", meint er. Jetzt heiße es - "dran bleiben". "Arnshausen wird erst gefeiert, wenn er da ist. Speziell die Verbindung in die Weinregion mit einem Radweg nach Euerdorf soll zeitig angegangen werden. Schließlich will die Stadt auch etwas abhaben von den großen Rad-Tourismus-Kuchen. Zum Beispiel mit einer "fränkischen Fahrrad-Genießer-Tour". Auch den Einheimischen schmeckt das bestimmt.


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