Würzburg
Immobilien

Prozess gegen Bad Kissinger Ex-OB beginnt

Der Verkauf eines ehemaligen Bad Kissinger Kurhotels war ein Coup für den damaligen Oberbürgermeister Karl Heinz Laudenbach. Doch dann kam heraus: Der Politiker soll für die Vermittlung des Geschäfts illegal kassiert haben. Jetzt beginnt sein Prozess.
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Karl Heinz Laudenbach Archivfoto: Siegfried Farkas
Karl Heinz Laudenbach Archivfoto: Siegfried Farkas
Der frühere Bad Kissinger Oberbürgermeister Karl Heinz Laudenbach steht seit Montag wegen Vorteilsannahme im Amt vor Gericht. Er soll für seine Vermittlung beim millionenschweren Verkauf zweier Immobilien 434.000 Euro kassiert haben. Der 56-Jährige hatte den Kontakt zwischen der Arbeiterwohlfahrt als Eigentümerin des ehemaligen Kurhotels Fürstenhof und russischen Investoren hergestellt. Die Staatsanwaltschaft warf ihm vor dem Landgericht Würzburg zudem vor, Steuern in Höhe von rund 317.000 Euro hinterzogen zu haben.

"Die Verteidigung hat erhebliche Zweifel, ob sich der Vorwurf der Vorteilsannahme weiter halten lassen wird", sagte Laudenbachs Anwalt Michael Schulze. Die Steuerhinterziehung habe sein Mandant unmittelbar nach der Festnahme zugegeben, aber: "Wir werden uns sicher über die Höhe zu unterhalten haben." Laudenbach selbst äußerte sich am Montag nicht zu den Vorwürfen, sein Anwalt kündigte aber eine Stellungnahme für den nächsten Verhandlungstermin an.

Der parteilose ehemalige Kriminaldirektor, der von 2002 bis 2008 auf CSU-Ticket Oberbürgermeister der Kurstadt war, sitzt seit August in Untersuchungshaft. Sein Verteidiger hatte dies im Vorfeld mehrfach kritisiert.

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