Bad Kissingen

Postbote sorgt für Überraschung im Kulturausschuss

In seiner jüngsten Sitzung hat der Bad Kissinger Kulturausschuss über die Zuschüsse für Kirchensanierungen, Schulen und Musikkappellen entschieden - für die wirkliche Überraschung sorgte dann jedoch der mit dem Kulturehrenpreis ausgzeichnete Postbote Stefan Matthes.
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Stefan Matthes brachte noch ein Ständchen dar. Foto: Anja Greiner
Stefan Matthes brachte noch ein Ständchen dar. Foto: Anja Greiner
Er wolle wirklich nicht den Ablauf durcheinanderbringen, hatte Stefan Matthes zu Beginn des Kulturausschusses gesagt, aber ob er nicht als kleines Dankeschön ein kurzes Lied spielen dürfe? Parteiübergreifende Zustimmung, Klatschen, Kopfnicken. Stefan Matthes, Postbote von Beruf, greift nach seiner Trompete, stimmt an: "Kein schöner Land" und die Mitglieder des Ausschusses stimmen ein. Parteiübergreifend. Musik verbindet, dass weiß nicht nur Matthes.


1990 hat er die Bad Kissinger Postkapelle mitbegründet, heute, 25 Jahre später, bekam er dafür den Kulturehrenbrief verliehen - nachträglich, da er beim offiziellen Festakt im Oktober in Amerika war.

Stellvertretender Landrat Emil Müller kündigte an, demnächst mit dem Kulturausschuss-Chor auf Tour zu gehen, vorher sei aber noch die Tagesordnung abzuarbeiten. Beschlossen wurden Zuschüsse aus den Haushaltsmitteln des Landkreises für folgende Belange: Für Kirchensanierungen in Höhe von 8 100 Euro - im Haushalt angesetzt waren 13 000 Euro. Mit dem Maximalbetrag von 2 600 Euro werden jeweils die Dachsanierung und Restaurierung an der Marienkapelle und der Jakobuskirche in Bad Kissingen bezuschusst.

Die Musikkapellen im Kreis erhalten gut 5 000 Euro für Instrumente, Trachten und Noten - veranschlagt sind im Haushalt 23 000 Euro. Zehn Anträge von Vereinen lagen vor, alle wurden genehmigt. Gefördert wird in diesem Rahmen auch der "Valentin-Becker-Komponisten-Wettbewerb" in Bad Brückenau, verteilt über zwei Jahre, mit jeweils dem Höchstbetrag von 2 000 Euro.

Den größten Posten bilden die Schulen. Die EDV-Nachrüstung mit Firewalls sowie die Ausstattung mit Flachbildschirmen wird im kommenden Jahr mit 297 000 Euro zu Buche schlagen (2015: 440 000 Euro).

Darüber hinaus liegt der Investitionsbedarf aller zwölf landkreiseigenen Schulen für das kommende Jahr bei 285 000 Euro (2015: 283 500 Euro). Im Haushalt angesetzt sind jährlich 300 000 Euro.

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