Nüdlingen
Treue

"Pfarrer Tadek" war zum 25. Mal in Nüdlingen

"Pfarrer Tadek" aus Polen, der zum 25. Mal in Nüdlingen und Haard die Urlaubsvertretung des jeweiligen Pfarrers übernahm, wurde herzlich verabschiedet.
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In der Nüdlinger Kirche überreicht Pfarrer Dominik Kesina (links) "Pfarrer Tadek" eine Dankurkunde. Foto: Arthur Stollberger
In der Nüdlinger Kirche überreicht Pfarrer Dominik Kesina (links) "Pfarrer Tadek" eine Dankurkunde. Foto: Arthur Stollberger
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Zum einen vollzog sich dieser Abschied beim festlichen Gottesdienst mit der musikalischen Umrahmung durch den Kirchenchor St. Kilian (Leitung Martha Bergner) und zum anderen beim Empfang der Pfarrgemeinde Nüdlingen im Pfarrsaal.
Zum "silbernen Jubiläum" von "Pfarrer Tadek" gratulierte ihm zusammen mit herzlichen Dankesworten und einer Dankurkunde der aus seiner kroatischen Heimat zurückgekehrte Pfarrer Dominik Kesina.

Wie berichtet, ist "Tadek", wie er in Nüdlingen genannt wird, weitaus mehr als ein Pfarrer. Mit seinem vollen Titel, den der bescheidene Priester fast nie benutzt, heißt er "Domkapitular Prof. Dr. Tadeusz Kozlowski." Seit 1983 ist er Priester und seit 1989 kommt er Jahr für Jahr nach Nüdlingen als Vertreter des jeweiligen Ortspfarrers. Im Vorfeld der Verabschiedung nach 25 Jahren hatte es in Nüdlingen Gerüchte gegeben, dass "Tadek" heuer zum letzten Mal die Urlaubsvertretung übernommen habe. "Es stimmt nicht, dass ich nicht wiederkomme. Ich möchte zwar einmal richtig Urlaub haben, aber mit euch kann ich diese schöne Zeit auch leben. Wenn es meine Gesundheit zulässt, werde ich zum 26. Mal nach Nüdlingen kommen." Er fügte den Grund hinzu, warum ihm die Tätigkeit in Nüdlingen ans Herz gewachsen ist. "In Polen habe ich keine eigene Pfarrei. Daher freue ich mich, dass ich bei euch Seelsorger sein kann." Das Lied von der "Schwarzen Madonna von Tschenstchochau", mit dem "Tadek" die Eucharistiefeier dankend beendete, wird man demnach nicht zum letzten Mal in Nüdlingen und Haard gehört und mitgesungen haben.
Wie bereits nach dem Gottesdienst in der Haarder St. Bartholomäuskirche zeigte sich beim Empfang im Pfarrsaal Nüdlingen die in 25 Jahren gewachsene Verbindung zu den Menschen in der gesamten Gemeinde.
Dritter Bürgermeister Stephan Schmitt bedankte sich im Namen der gesamten politischen Gemeinde für die 25-jährige Tätigkeit. "Ihr segensreiches Wirken in Nüdlingen und Haard ist für uns ein Riesen-Privileg", sagte Stephan Schmitt, bevor sich Domkapitular Dr. Tadeusz Koslovski in das goldene Buch der Gemeinde eintrug.
Der polnische Priester nannte dies eine große Ehre. Die Aufenthalte in Nüdlingen seien stets eine gute Gelegenheit gewesen, den Mitgliedern der Gemeinde "einen Teil meines Lebens zu schenken". Er betrachte seine Arbeit auch als einen Brückenschlag zwischen dem deutschen und dem polnischen Volk. Zum Abschluss erfreute "Tadek" die Anwesenden ganz besonders mit dem Satz: "Ich fühle mich als ein Teil eurer Gemeinde. " ksta


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