Modlos
Bürgerversammlung

Neuer Sendemast sorgt für Unruhe in Modlos

Ein brisantes Thema der Bürgerversammlung in Modlos war der neue Sendemast, der auf dem Dreistelzberg errichtet werden soll. Die Modloser befürchten eine höhere Strahlenbelastung. Doch die Gemeinde hat keinen Einfluss auf das Projekt im Staatsforst.
Artikel drucken Artikel einbetten
Blick auf den Dreistelz mit dem momentanen Sendemast. Der geplante Mast soll 75 Meter hoch werden.Foto: Diana Leitsch
Blick auf den Dreistelz mit dem momentanen Sendemast. Der geplante Mast soll 75 Meter hoch werden.Foto: Diana Leitsch
Rainer Radon sprach dies an. "Der 75 Meter hohe Mast wird doch sicherlich eine viel höhere Strahlenbelastung darstellen", merkte Radon an. Bürgermeister Walter Müller (CSU) sagte dazu: "Leider haben wir auf dieses Vorhaben keinen Einfluss, das ist ein Projekt von O2. Und der Wald, in dem er errichtet werden soll, ist Staatsforst. Wir werden lediglich bei der Wegebenutzung mit einbezogen. Die Strahlenbelastung soll aber angeblich nicht deutlich steigen."

Aus den Reihen der Bürger wurden weitere Stimmen laut. Karl Klug findet es nicht in Ordnung, dass so etwas ohne Einbeziehung der Bürger entschieden werden dürfe. Er spricht sich dafür aus, von Seiten der Gemeinde vorher und nachher Strahlenmessungen durchführen zu lassen, denn die Gesundheit der Bürger sei das Wichtigste und solle gerade bei so einer Angelegenheit im Auge behalten werden. Walter Müller versprach, dies schnellstmöglich mit dem Gemeinderat abzustimmen, um beispielsweise einen Baubiologen zu Rate zu ziehen. Das hatte Rainer Radon vorgeschlagen.

Ein weiteres Problem für die Modloser sind rücksichtlose Autofahrer, die sich an die innerorts vorgeschriebenen 50 km/h nicht halten und auch im Bereich der Bushaltestellen keine Vorsicht walten lassen. Müller ist dies bestens bekannt: "In allen unseren Ortsteilen taucht dieses Problem auf - und es ist alles andere als einfach in den Griff zu kriegen." Es sei schwierig, Genehmigungen für Geschwindigkeitsmesser zu bekommen, die die Verkehrssünder auch aufzeichnen. Doch darum müsse sich wirklich gekümmert werden, auch wenn diese Sache sehr umfangreich werden wird.

Tempolimit gewünscht

Einige Bürger des Dreistelzes wünschen sich, dass bei ihnen innerorts - wie es bis zur Straßensanierung der Fall war - wieder das Tempolimit auf 30 km/h gesetzt wird. Walter Müller sagte, dass schon versucht worden sei, dies durchzukriegen. Doch das Landratsamt haben den Antrag mit der Begründung abgelehnt, dass die Gehwege gut ausgebaut worden seien und eine Geschwindigkeitsbegrenzung daher nicht nötig sei. Siegbert Scheller erkundigte sich, ob in Aussicht sei, dass Modlos auch das schnellere V-DSL bekommen könnte. Die anderen Ortsteile hätten dies schon ausnahmslos. Er schlug vor, die Gemeinde solle doch einfach einmal an die Telekom herantreten und sich erkundigen. Walter Müller sagte, er werde sich darum kümmern.

Eine sehr unerfreuliche Angelegenheit brachte Karl Klug vor. Der Modloser Friedhof hat stellenweise große Probleme mit Wasser, das beim Ausheben von Gräbern zu Tage tritt. Dies sei schon öfter aufgefallen. Er wollte wissen, ob man nicht mit einer Drainage Abhilfe schaffen könne. Walter Müller war dieses Problem relativ neu, er konnte daher auch noch nicht viel dazu sagen. Er versprach aber, sich damit zu beschäftigen und nach Möglichkeiten der Trockenlegung zu suchen.
Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren