Aura an der Saale
Domizil

Neuer Bauwagen für Auraer Jugend birgt Verantwortung

Die Gemeinde plant einen neuen Bauwagen für die Auraer Jugend zu beschaffen. Dadurch soll der bisherige Treff für Jugendliche ersetzt werden, die das JUZ in der Alten Schule nicht nutzen wollen.
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Auf ein neues Domizil freuen sich die Zwillinge Stefan und Niklas Graser, die eifrige Nutzer des Bauwagens in Aura sind. Allerdings sind alle jungen Benutzer aufgefordert, selbst für Ordnung und moderate Lautstärke zu sorgen, denn eine Aufsicht stellt die Gemeinde Aura nicht.  Fotos: Ehling
Auf ein neues Domizil freuen sich die Zwillinge Stefan und Niklas Graser, die eifrige Nutzer des Bauwagens in Aura sind. Allerdings sind alle jungen Benutzer aufgefordert, selbst für Ordnung und moderate Lautstärke zu sorgen, denn eine Aufsicht stellt die Gemeinde Aura nicht. Fotos: Ehling
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Die Aufsicht, Betreuung oder Haftung will die Kommune mit der Neuanschaffung allerdings nicht übernehmen. "Für uns ergibt sich mit dem Wunsch der Jugendlichen außer der Beschaffung und dem Aufstellen keine weitere Verpflichtung", bekräftigt Bürgermeister Thomas Hack (CSU), der die Auswechslung "ohne große Genehmigung auf den Weg bringen will". Bauwagen sind zwar seitens des Landkreises nicht gerne gesehen doch Hack argumentierte, dass es sich in Aura um jüngere Nutzer handelt, die bisher nicht durch Randale oder Lärmbelästigung aufgefallen sind. Deshalb könne man von einer Duldung ausgehen.

Gemeinderat Martin Kaiser hatte jedoch "Bauchschmerzen" mit einem Jugendtreff ohne Aufsicht. Der Jugendbeauftragte der Gemeinde, Thomas Klose, wies darauf hin, dass eine Aufsichtsperson den Bauwagen auf ein offizielles Niveau heben würde. "So weit möchte ich nicht gehen", betonte der Bürgermeister. Martin Baldauf sah die Aufsichtspflicht und Haftung bei den Eltern der nutzenden Jugendlichen, die sich dieser Verantwortung bewusst sein müssen. Er sprach dem Bauwagen den Status als gemeindliche Einrichtung ab. "Wir sind nur Grundstückseigentümer" argumentierte er.

Die Faschingsfreunde hatten den inzwischen maroden Altwagen an der Festhalle zur Verfügung gestellt und nehmen ihn auch wieder zurück, informierte Hansi Kaiser. Martin Kaiser, gegen dessen Stimme die Entscheidung fiel, regte an, den Bauwagen wie die nebenstehende Wellblechhütte in "einer verträglichen Farbe" zu streichen, die sich dem Grüngürtel anpasst.

Beachvolleyballfeld geplant

Die Auraer Jugendlichen wünschen sich außerdem ein Beachvolleyballfeld. Das soll am Rande des Fußballfeldes entstehen. Die Kosten schätzte Planer Hansi Kaiser auf etwa 3000 Euro. Rund 120 Tonnen Main-Sand, der etwa 40 Zentimeter tief aufgeschüttet wird, sind notwendig. Über Netzpfosten verfügt die Gemeinde. Die Faschingsfreunde unterstützen das Projekt mit 750 Euro und einigen Eigenleistungen. Die Pflege des Feldes obliegt den Nutzern.

Zum Workshop über den Umgriff der Festhalle empfahl der Rat der Teilnehmergemeinschaft der Dorferneuerung für den Planungsauftrag das Büro Heßdörfer und Seifert einzuschalten. Keine Einwände hatte das Gremium gegen den Bauantrag von Angela Müller und Christoph Fella, die am bestehenden Anwesen am Elfershausener Weg mehrere Umbauten vornehmen möchten.

Bürger werden informiert

Am Dienstag, 23. Juli will die Gemeinde die Planung für die Hauptstraße vorstellen. Die öffentliche Veranstaltung beginnt um 17 Uhr in der Festhalle. Als Baubeginn für die Brückenerneuerung nannte der Bürgermeister den April 2014. Bei dieser Maßnahme erhält die Saalebrücke einen neuen Oberbau, die Tragsäulen und der Unterbau bleiben erhalten. Die Brücke wird während der Bauzeit halbseitig gesperrt.

"Grünes Licht" erhielt Alfred Graser für den Kauf eines neuen Getriebes für den Schlegelmäher. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund 1500 Euro. Graser baut das Getriebe selbst ein. Er wies zudem auf die Auswechslung der Strommasten im Saaletal zwischen Aura und Trimberg hin. Ein Blitzschlag hatte einen der Holzmasten beschädigt. Der Betreiber lässt deshalb die Träger auswechseln.

Wegen der Reparatur einer Trennwand muss ein Becken der Kläranlage geleert werden. Die Kosten von rund 5000 Euro genehmigte der Rat einmütig. Ebenfalls genehmigt wurde das Kostenangebot in Höhe knapp 900 Euro der Firma Joachim Kaiser über eine Reparaturmaßnahme in der Gartenstraße, wo ein Stück Hang abgerutscht ist.

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