Bad Kissingen
Tiere

Neue Heimat für Findeltiere

Die Biber für das Projekt "Die Welt des Bibers beobachten und erleben" sind im Wildpark Klaushof angekommen. Namen für die Biber werden noch gesucht
Artikel drucken Artikel einbetten
Der eine Biber untersucht sein neues Zuhause sofort intensiv...  Foto: Elisabeth Assmann
Der eine Biber untersucht sein neues Zuhause sofort intensiv... Foto: Elisabeth Assmann
+2 Bilder
Die wichtigsten Akteure des Projektes "Die Welt des Bibers beobachten und erleben" sind im Klaushof angekommen. Der Biberbeauftragte von Südbayern des Bundes Naturschutz (BN), Gerhard Schwab, kam jetzt mit besonderer Fracht in den Klaushof: Zwei Biber, die seit vergangenem Jahr als Findeltiere in Südbayern aufgezogen wurden, haben eine neue Heimat im Wildpark Klaushof.

Zur Zeit noch in einem Bereich, der für die Wildparkbesucher nicht einsehbar ist, können sich die Biber an ihre neue Umgebung gewöhnen. Auch die Tierpfleger des Wildparkes lernen ihre Schützlinge besser kennen.
Nach dem Öffnen der Transportkiste stürmt der eine Biber nach draußen und erforscht seine neue Umgebung. Sein Biberkollege wartet erst einmal in der Kiste ab.
Wildparkleiter Axel Maunz freut sich über die neue Attraktion im Klaushof und hofft auch auf Paten für diese Tiere.


Premiere beim Klaushoffest

Die Öffentlichkeit kann die Biber ab Sonntag, 18. September, in ihrem neuen Bibergehege beobachten. Im Rahmen des jährlichen Sommerfestes der Freunde des Klaushof e.V. dreht sich an den Infoständen und bei den Mitmachaktionen für Groß und Klein vieles um den Biber. So können Biber gefilzt und gemalt werden. Es gibt fachkundige Führungen.
Über eine Trägergemeinschaft (Landkreis Bad Kissingen, Freunde des Klaushof e.V. und BUND Naturschutz entsteht im Wildpark Klaushof eine einmalige Begegnungsstätte mit dem Biber.


Einmalige Begegnunsmöglichkeit

In einer Biberburg lässt sich der nachtaktive Nager auch tagsüber in seiner natürlichen Umgebung beobachten. Infotafeln und ein Spielgelände bieten einen weiteren, neuartigen Zugang, den Biber zu erleben und zu verstehen. Das Unterfangen wurde vom bayerischen Naturschutzfonds gefördert.


Zweiter Standort an der Sinn

Der zweite Standort des Projektes befindet sich an der Sinn bei Bad Brückenau. Dort kann der Biber und die von ihm geschaffene Auenlandschaft von einer Beobachtungsstation aus in Augenschein genommen werden, selbständig oder im Rahmen einer Führung.
"Wir sind stolz, dass dieses neuartige Begegnungsprojekt rund um den Biber bei uns im Landkreis durch die vielen engagierten Beteiligten verwirklicht werden konnte. Es ist eine Bereicherung für das Verstehen der wichtigen Aufgaben des Bibers in der Natur beim Hochwasserschutz und Erhalt der Artenvielfalt, " fasst Franz Zang, BN-Vorsitzender der Kreisgruppe Bad Kissingen die zweijährige Planungs- und Bauphase zusammen.
Zur Eröffnung des Bibergeheges am Sonntag, 18. September, hat sich hoher Besuch angemeldet: Um 11.00 Uhr sprechen Christian Barth (Amtschef im Umweltministerium), Thomas Bold (Landrat des Landkreises Bad Kissingen), Kay Blankenburg (Oberbürgermeister der Stadt Bad Kissingen) und Hubert Weiger (Vorsitzender BUND Naturschutz e.V. und des BUND) am Grünen Klassenzimmer.


Klaushoffest

Am Klaushoffest gibt es regionale Verpflegung und musikalische Unterhaltung durch Hippie Trail und den Kindergarten Bad Bocklet. Die Klaushoffreunde und der Bund Naturschutz hoffen auf viele Gäste. Das Fest findet von 10 bis 18 Uhr am Sonntag, 18. September, statt.


Namensvorschläge erwünscht

Welches Geschlecht die Neuankömmlinge haben, ist noch nicht bestimmt.Trotzdem sind schon Namensvorschläge für die beiden Biber erwünscht. Jeder kann diese bis zum 15. September an die Kreisgruppe des Bundes Naturschutz melden unter der E-Mail-Adresse bn-badkissingen@gmx.de oder per Post an BN-Kreisgruppe Untere Badersgasse 8, 97769 Bad Brückenau.

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren