Bad Kissingen
Biosphärenreservat

Neue Flächen in der Rhön warten auf Unesco-Prädikat

Der Verein Naturpark und Biosphärenreservat Rhön blickt auf seiner Hauptversammlung auf die erfolgreiche Erweiterung des Unesco Biosphärenreservats Rhön zurück. Allerdings ist in den neuen Flächen noch keine Werbung mit dem Unesco-Siegel möglich.
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Symbolfoto: Archiv
Symbolfoto: Archiv
2014 ist eine lange Geschichte zu Ende gegangen. Das Biosphärenreservat Rhön wurde erweitert, allein in Bayern um 58 000 Hektar. Im Juni gab der internationale Koordinierungsrat der Unesco grünes Licht: Das Biosphärenreservat behält auf ganzer Fläche den prestigeträchtigen Unesco-Titel. Kommunen aus den Landkreisen Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld, der Freistaat Bayern und die Bundesregierung haben nach langem Ringen tausende Hektar für die
Ausweitung des Naturschutzgebietes bereitgestellt.

"Das ganze ist zwölf Jahre lang gelaufen. Es war ein unheimlich dickes Brett, das gebohrt werden musste", sagte Thomas Habermann, Vorsitzender des Vereins Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön, auf der Jahreshauptversammlung am Montag. In dem Verein sind die Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld, Kommunen aus der Rhön sowie diverse Verbande zusammengeschlossen. Der Verein betreibt Umweltbildungseinrichtungen im Biosphärenreservat Rhön und hat sich stark für die Erweiterung eingesetzt. Habermann: "Es wurde zu einem vorbildlichen Ergebnis gebracht, das in dieser Größenordnung deutschlandweit einmalig ist."

"Es ist mittlerweile ein Stück weit Alltag eingekehrt", sagte Bertram Eidel. Er verantwortet bei der unterfränkischen Regierung in Würzburg das Sachgebiet Umwelt und betreut das Thema Biosphärenreservat. Trotz okay des internationalen Koordinierungsrates sei die Erweiterung formal noch nicht abgeschlossen, man könne in den neuen Gebieten noch nicht mit dem Titel Unesco-Biosphärenreservat werben. "Es fehlt noch eine formale Erklärung des Umweltministeriums, dann können wir das Siegel auf die erweiterten Flächen kleben", erklärte Eidel. Die werde in Kürze erwartet.

Er informierte auf der Versammlung darüber, dass für den 20. November ein Festakt der Regierung im Rossini-Saal in Bad Kissingen stattfinden soll. Details würden rechtzeitig bekannt gegeben.

Alfred Schrenk verabschiedet

Auf der Hauptversammlung wurden außerdem die üblichen Regularien behandelt. Geschäftsführer Klaus Spitzl stellte den Jahresbericht für 2013 vor, Rechnungsprüfer Ulrich Waldsachs erläuterte die finanzielle Lage. Kurz zusammengefasst: Dem Verein Naturpark und Biosphärenreservat Bayerische Rhön geht es gut, er ist schuldenfrei, wenn gleich im vergangenen Jahr finanzielle Rücklagen in Höhe von 165 000 Euro verbraucht wurden. Der Vorstand wurde einstimmig von den Mitgliedern entlastet.

Alfred Schrenk, ehemaliger Bürgermeister Wildfleckens und Robert Müller (Bürgermeister Fladungen) wurden aus dem Vorstand verabschiedet. Von der Mitgliederversammlung in den Vorstand gewählt wurden die Bürgermeister Waldemar Bug (Burkardroth), Jochen Vogel (Motten) und Udo Baumann (Bischofsheim). Feste Vorstandsmitglieder sind die Bürgermeister Kay Blankenburg (Bad Kissingen), Gerd Kleinhenz (Wildflecken), Agathe Heuser-Panten (Fladungen) und Birgit Erb (Oberelsbach). Den Vorsitz haben die Landräte Thomas Habermann (Rhön-Grabfeld) und Thomas Bold (Bad Kissingen) im Turnusmäßigen Wechsel inne.
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