Aura an der Saale

Neubau oder Reparatur

Der Bürgersteig in der Schulstraße ist ein Flickwerk, das saniert werden soll. Der Gemeinderat wartet aber erst auf die Kostenberechnung.
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Die Gemeinde Aura möchte das Mittelstück des Bürgersteigs in der Schulstraße sowie die Beleuchtung erneuern. Eine Entscheidung fällt aber erst bei einer Kostenvorlage.  Foto: Winfried Ehling
Die Gemeinde Aura möchte das Mittelstück des Bürgersteigs in der Schulstraße sowie die Beleuchtung erneuern. Eine Entscheidung fällt aber erst bei einer Kostenvorlage. Foto: Winfried Ehling
Die Gemeinde will das Mittelstück des Bürgersteigs in der Schulstraße sanieren. "Der schlechteste Gehweg in ganz Aura", sagte Bürgermeister Thomas Hack - übersät mit Ausbesserungen und Unebenheiten - braucht eine Erneuerung, warb er in der Ratssitzung.
Mit dieser Maßnahme ginge auch eine neue Beleuchtung in der Schulstraße einher, für die bereits ein Kostenvoranschlag erarbeitet ist. Die vier Lampen des Modells "Avanza" einschließlich Aluminiummasten und Einbau schlagen mit rund 7800 Euro zu Buche. Das Gesamtprojekt ist allerdings umlagepflichtig.
Mit Blick auf die Kosten der Dorferneuerung will Hack jedoch "die Anlieger nicht noch mehr belasten". Deshalb schlug er statt eines Weg-Neubaus eine Reparatur vor, die nicht zu Lasten der Anwohner geht. "Wenn wir einen Planer und eine Firma hinzuziehen, müssen wir diese Maßnahme umlegen", erinnerte der Rathausobere, der die "Low-Level-Lösung", die Herausnahme des Asphalts und eine Pflasterung empfahl. Diese Arbeit könnte eventuell der Gemeindebauhof übernehmen.
Die Crux sind die Hochbordsteine des Gehsteigs, die im Falle einer Reparatur zu erhalten sind. Dagegen verwehrten sich die Räte Martin Kaiser und Monika Kaiser, weil dann keine Barriere-Freiheit gegeben ist. "Entweder flache Bordsteine oder gar nichts", sagte Martin Kaiser, der auch die Neugestaltung des Kirchenvorplatzes im Auge hatte, auf dem die drei alten Glocken aus der Klosterkirche einen Standort finden. Da noch keine Kostenberechnung für den Gehweg vorliegt, verschob das Gremium eine Entscheidung bis zur nächsten Sitzung.
An der Kläranlage sind ebenfalls Neuerungen fällig. Wie Vize-Bürgermeister Alfred Graser berichtete, braucht das Klärwerk - auch unter dem Aspekt des Stromsparens - zwei andere Belüfter, für die das Büro Fuchs ein Angebot vorlegte. Der Planer schlug vor, die bisherigen Lüfter gegen zwei moderne Ventilatoren auszutauschen, womit die Räte einverstanden sind. Auch das Pumpengehäuse ist dünn geworden, wie Graser bei Wartungsarbeiten feststellte. Grund sind Verstopfungen in der Pumpe, in der sich Putzlappen und kleine Bretter fanden. "Diese Arbeit können wir selbst erledigen", meinte er mit der Preisangabe von rund 1200 Euro für ein neues Gehäuse. Der Rat billigte die Reparaturen ohne Einwände.


Zu wenig Futter für Bienen

Zum Antrag des Imker-Vereins Euerdorf - den Verzicht auf Mähen und Mulchen gemeindlich-öffentlicher Fläche bis zum August eines Jahres - fand das Ratsgremium einen Kompromiss. Obwohl Hartmut Vierle bestätigte, dass die Futtersituation für die Bienen, um die es geht, so schlimm ist, dass die Imker im Sommer zufüttern müssen, will der Rat auf Vorschlag des Bürgermeisters den Aufbau des geplanten Grüngitter-Projekts abwarten.
Die Förderobergrenze in der Dorferneuerung ist gestiegen. So erhält die "Zehnt" statt den bisherigen 60 Prozent zehn Prozent mehr. "Das ist eine gute Nachricht für die Anlieger", meinte Hack. Allerdings sind Anwohner im dortigen Bereich auch an den Straßenkosten beteiligt. Die Förderung für die Dorferneuerung liegt aktuell knapp über einer Million Euro.
Ohne Gegenstimme passierte die Bauvoranfrage für die Flurnummer 130 "Elfershausener Straße" auf Errichtung eines Wohnhauses mit Garage. Der Besitzer eines Anwesens in der Gartenstraße möchte auf seinem Grundstück einen Brunnen bohren und stellte deshalb Antrag auf Befreiung vom Benutzungszwang für Gießwasser. Hier wird das Wasserwirtschaftsamt eine fachlich Prüfung vornehmen.
Eine Kokosmatte wünscht sich der Gemeinderat im Unterbau der Abdeckung der "Schrenk", damit der Hang "möglichst schnell wieder grünt". Das Anwesen Leuner, über 100 Jahre ein Auraer Traditions-Gasthaus, ist eingelegt. Der entstandene Bauplatz steht zum Verkauf.
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