Bad Kissingen
Diskussion

Nationalpark Rhön: Kreisräte kritisieren Umweltministerium

Die Mitglieder des Bad Kissinger Kreistages fühlen sich in Sachen dritter Nationalpark schlecht vom Umweltministerium informiert.
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Märzenbecher in der Rhön. Foto: Jürgen Hüfner/Archiv
Märzenbecher in der Rhön. Foto: Jürgen Hüfner/Archiv
Die Mitglieder des Kreistages fühlen sich in Sachen dritter Nationalpark schlecht vom Umweltministerium informiert. Der Informationsfluss wurde in der gestrigen Sitzung des Kreisausschusses fraktionsübergreifend kritisiert. "Die Kommunikation vom Ministerium reicht nicht aus, um das Thema sachlich zu diskutieren. Es gibt viele Fragen an uns herangetragen worden sind und die uns auch interessieren", sagte Landrat Thomas Bold (CSU). Der Freistaat müsse vor allem klären, welche Flächen in der Rhön für einen Nationalpark in Frage kommen.

Anhand dessen könnten weitere Antworten gegeben werden, etwa wie sich ein Nationalpark auf die Brennholzversorgung auswirke. Bislang könne zu vielen Themen nur spekuliert werden. Bold und sein Amtskollege Thomas Habermann (CSU) sowie weitere Politiker der Landkreise Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld hatten vor gut zwei Wochen einen Fragenkatalog an das Ministerium geschickt, ohne bislang Antworten erhalten zu haben. Bold betonte, dass diese zunächst abgewartet werden, bevor der Landkreis in eine Diskussion einsteige.

Dem stimmten viele Kreisräte zu. Es war Konsens, den Druck auf München zu erhöhen, schnell Antworten zu liefern. "Der Fragenkatalog hätte längst beantwortet sein müssen", kritisierte der stellvertretende Landrat Alfred Schrenk (SPD). Kreisräte, Bürgermeister und Gemeinderäte würden dadurch in eine schwierigen Situation gebracht. "Die Nationalpark-Gegner formieren sich und wir haben keine Antworten, die dagegen gestellt werden können", sagte Schrenk.

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