Zum Schwarzlicht- beziehungsweise Nachtklettern lud die Alpenvereinssektion Bad Kissingen in die von ihr betriebene Kletterhalle am Geschwister-Scholl-Platz am Wochenende ein. Was eigentlich ein Test sein sollte, entpuppte sich laut dem stellvertretenden Vorsitzenden Andreas Grau und Jugendreferentin Anne Beyer als voller Erfolg: Sind sonst an den Öffnungsabenden rund ein Dutzend Kletterer in den bis zu zwölf Meter hohen Wänden aktiv, so kamen zum ersten Nachtklettern rund 30 Besucher.
"Eigentlich kam die Initiative dafür von den Jugendlichen, die haben nämlich in den Weihnachtferien bemerkt, dass ein Großteil der versetzbaren Klettergriffe bei Verwendung von Schwarzlicht aufleuchtet, also andersfarbig flouorisziert." Mit zwei Schwarzlichtstrahlern und sechs Schwarzlicht- UV-Röhren wurde so für einen geringen dreistelligen Eurobetrag die Halle "nachtklettertauglich" gemacht, nachdem einige ältere, nicht leuchtende Klettergriffe einen Leuchtpunkt per Pinselstrich bekommen hatten.


"Wie ein Griff nach den Sternen"

Lautsprecher und sonstiges Equipment wie die persönlichen Stirnlampen brachten die Kletterer selbst mit. Wird die "normale" Hallenbeleuchtung ausgeschaltet, erzeugt das Schwarzlicht ein tief dunkelblaues Licht in der Halle, in dem sich die einzelnen Klettergriffe farbig leuchtend hervorheben. "Es ist, als ob du zu den Sternen greifen würdest und du dich immer höher hinauf bewegst", sagte einer der Kletterer, die an diesem Abend auch sehr zahlreich aus den Nachbarlandkreisen gekommen waren.
Damit auch die unten Stehenden und vor allem die Sichernden etwas von ihrem Seilpartner sahen, hatten etliche ebenso fluoreszierende Kleidung oder zumindest Gesichtsbemalung auf- und angelegt. "Wir werden das auf jeden Fall noch einmal machen, und wenn dann der Besuch auch wieder so gut ist, das Schwarzlicht- oder Nachtklettern voll in unser Programm aufnehmen, denn uns ist keine Kletterhalle bekannt, die so etwas anbietet", waren sich die Vorstandsmitglieder Anne Beyer und Andreas Grau einig.