Zeitlofs
Polizisten verletzt

Nachbar in Zeitlofs mit Mistgabel attackiert

Am Montagnachmittag ist in einem Ortsteil der Gemeinde Zeitlofs ein 51-Jähriger mit einer Mistgabel auf seinen Nachbarn losgegangen. Er war völlig außer sich, als der Geschädigte mit seinem Radlader an seinem Grundstück vorbei fuhr. Später wehrte er sich heftig gegen die Festnahme durch die Polizei.
Artikel drucken Artikel einbetten
Symbolbild: dpa
Symbolbild: dpa
Der 51-Jährige schlug mit der Gabel auf das Fahrzeug ein. Eine herbeigerufene Streife der Polizeiinspektion Bad Brückenau gelangte zeitgleich mit der zufällig eintreffenden Schwester des Beschuldigten an. Der Mann zeigte sich äußerst aggressiv und konnte durch Zureden nicht beruhigt werden. Er versuchte vielmehr seine Schwester zu schlagen. Diese konnte von einem der Polizisten weggezogen werden, so dass sie nicht verletzt wurde. Bei dem Beschuldigten lag offenbar eine psychische Störung vor und das bislang gezeigte Verhalten bewies, dass von ihm eine erhebliche Gefahr für andere Menschen ausging. Daher sollte er in ein Bezirkskrankenhaus eingewiesen werden.

Als ihm von der Polizei der Gewahrsam erklärt wurde, ging er unter Ausstoß wüster Bedrohungen auf die Beamten los. Er konnte mittels Polizeigriff zu Boden gebracht werden. Dabei wehrte er sich trotz Einsatz von Pfefferspray derart massiv, dass er gefesselt werden musste. Bei der Verbringung in einen VW-Bus der Polizei stemmte er sich heftig gegen die Tür und verschmutzte den Dienstwagen. Einer der Beamten wurde durch Tritte getroffen und erheblich an der Hüfte und den Händen verletzt. Der 51-Jährige, rund 110 Kilogramm schwere Aggressor zog sich Schürfwunden im Gesicht zu. Er wurde unter Hinzuziehung einer weiteren Streife in ein Bezirkskrankenhaus eingeliefert.

Gewalt gegen Polizei ist auch im Bereich der Bad Brückenauer Inspektion kein unbekanntes Phänomen. Allein im Jahr 2014 mussten schon 14 Fälle bearbeitet werden. Dabei blieb es sieben Mal bei Beleidigungen gegenüber den eingesetzten Polizeibeamten. Einmal kam es zu Bedrohungen. Sechs Mal wurden die polizeilichen Gegenüber gar handgreiflich und leisteten massiv Widerstand gegen die Polizeimaßnahmen. Dabei wurden insgesamt zwei Polizistinnen und vier Polizisten verletzt. pol


Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.