Reiterswiesen
Sportverein

Multifunktionshalle eingeweiht

Der Neubau beim TSV Reiterswiesen ersetzt nicht nur die Bratwurstbude.
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Den kirchliche Segen für die Halle spendet Diakon Christoph Glaser.  Foto: Werner Vogel
Den kirchliche Segen für die Halle spendet Diakon Christoph Glaser. Foto: Werner Vogel
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Die neue Gerätehalle des TSV Reiterswiesen erleichtert die Organisation des Sportbetriebs der Fußballer erheblich. Die Einweihung ist auch für die Gymnastikabteilung willkommener Anlass, das 25. Jubiläum der "Power Ladies" zu feiern.
"Die Halle ist notwendig, funktionell und steht am richtigen Platz" begrüßt TSV-Vorsitzender Egon Göbel die Festversammlung am Sportplatz Reiterswiesen und beschreibt die erheblichen Erleichterungen für den Fußballbetrieb durch das Gebäude, das 2014 geplant, im vergangenen Jahr errichtet wurde, und sich seit Fertigstellung vor zwei Monaten schon glänzend bewährt hat.
Die Abordnungen der örtlichen Vereine waren zuvor unter den Klängen der Feuerwehrkapelle mit ihren Fahnen zum Festgottesdienst in die St. Laurentiuskirche gezogen, wo Diakon Glaser, -mit Fußball unter dem Arm-, die Kirchenbesucher zu Fairness auch im Leben auffordert. Bei der anschließenden Segnung der Halle am Sportplatz zollt der Geistliche Respekt für die geleistete Arbeit der Sportgemeinde in dem er bekräftigt: "Wir segnen nicht die Steine, sondern die Menschen die darin sich für den Sport und die Gemeinschaft engagieren".


Gerätelager mit Kaffeeterrasse

Martin Seufert, der für den Bau verantwortliche Vorstand für Liegenschaften beim TSV, begründet die Notwendigkeit der neuen Halle mit den Gegebenheiten am Standort "Gössleswiesen". "Natürlich war es schön, den Sportplatz nicht mehr am Sonnenhügel, sondern mitten im Dorf zu haben, aber die Idee der städtischen Planer, das Sportheim quasi als Schallschutz für die Nachbarn, quer vor die beiden Sportfelder zu platzieren, hat zu erheblichen Entfernungen geführt". Fast 300 Meter vom Tor des Hauptspielfelds entfernt, lagerten bislang die für den Sportbetrieb erforderlichen Materialien. Großgeräte wie Rasenmäher, Streuwagen und Werkzeuge in der Garage, alles andere im Keller des Sportheims. "Schwierige Logistik und erheblicher Aufwand, bei Training, Spiel und Rasenpflege", erinnert sich Seufert.
Mit dem Bau der Gerätehalle zwischen beiden Sportfeldern ist ein wichtiger Schritt in Richtung Zukunftssicherung gelungen, bestätigen auch Klaus und Günter Kiesel, die den Innenausbau der Multifunktionshalle koordiniert haben.


35 000 Euro Eigenleistung

Die Halle ist 70 Quadratmeter groß, die Geländeformation sprach für eine zweigeschossige Bauweise mit Lager und Toiletten im Untergeschoss, Ausschankraum und überdachter Terrasse darüber, aber auf gleichem Höhenniveau wie der Hauptplatz.
Obwohl auch die Elektrik für die Bewässerung beider Plätze schon eingebaut und ein großzügiger Ausschankraum eingerichtet wurde, -"Fußball ohne Bier und Bratwurst geht gar nicht", - meint Schatzmeister Harald Albert, konnte der Kostenrahmen von 70 000 Euro eingehalten werden, weil über 50 Helfer mit mehr als 1600 Arbeitsstunden circa. 35 000 Euro als Eigenleistung eingebracht haben. Vorstand Egon Göbel ist zu Recht stolz auf gelebtes Ehrenamt zum Wohl des Sports und dankt den Mitgliedern für ihren überragenden Einsatz. "Das ist schon enorm", bestätigen auch die Stadträte Günter Götz und Martina Greubel als Vertreter der Stadt.


"Power Ladies" beleben den TSV

Der Nachmittag gehört den Kindern, die sich auf dem Rasen vergnügen und beim Bierkastenstapeln ihre Geschicklichkeit testen. Danach feiern die Power Ladies ihr Jubiläum, zeigen, dass sie ihren Namen nicht umsonst tragen und animieren die Gäste, ihre Kaffeetasse abzustellen und die Bratwurst später zu verzehren. "Das wär' doch gelacht, wenn wir die Gesellschaft nicht in Schwung bringen würden", ruft Irene Rudolf ihren Mädchen und Damen von den Power Ladies zu. Nach den Aerobicvorführungen greift sich jede einen Tänzer, - Widerstand zwecklos-, und weil dann noch Zumba-Musik aus dem Lautsprecher animiert, wird die Fußballwiese zur grünen Tanzfläche.
Vorsitzender Egon Göbel dankt den drei Generationen von Gymnastikdamen. Den Grundstein hat Hermine Albert gelegt, so Göbel, daraus sind verschiedene Gruppen entstanden und von 25 Jahren hat Ulli Röder die "Power Ladies" aus der Taufe gehoben. Jetzt führt Irene Rudolf die jungen und etwas älteren Mädchen und die verstehen sich nicht nur auf sportliche Betätigungen, sondern sind eine Freizeitgemeinschaft, bei der auch tolle Reisen und besondere Feiern auf den Programm stehen. Und wenn sie dann Jubiläum feiern, müssen eben auch die Fußballer mit ihnen dann Zumba auf den Sportplatz tanzen.
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