Ebenhausen
Pfingstmarkt

Mit neuem Sortiment am Start

Die Veranstalter setzten auf geändertes Konzept. Angeboten werden unter anderem Kunstnhandwerk und regionale Produkte.
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Weg vom üblichen Marktbetrieb wollen die Organisatoren des Pfingstmarktes in Ebenhausen. Foto: Geiger/Archiv
Weg vom üblichen Marktbetrieb wollen die Organisatoren des Pfingstmarktes in Ebenhausen. Foto: Geiger/Archiv
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Mit neuem Konzept als Kunsthandwerker- und Bauernmarkt veranstalten Gemeinde und Vereinsgemeinschaft am Sonntag den traditionellen Pfingstmarkt im Altort von Ebenhausen. In den vergangenen Jahren hatte der Zuspruch zum üblichen Jahrmarktbetrieb mit Angeboten aller Art mehr und mehr nachgelassen, so dass sich die Verantwortlichen für ein neues Konzept entschieden.
"Wir sind auf einem guten Weg und sind sicher, dass diese Spezialisierung zu einem Erfolg wird", gibt sich Marktleiter
Peter Distler optimistisch. Das kann er auch sein, denn nach etwas holpriger Anfangsphase haben sich inzwischen an die 40 Standbetreiber angemeldet. Lücken gibt es noch bei den Direktvermarktern, die ihre Produkte aus bäuerlichem Anbau feil bieten könnten. "Für uns ist diese Spezialisierung Neuland, die sich erst einspielen und wachsen muss. Wichtig ist, dass der Start gelingt und viele Bewohner und Gäste aus nah und fern zu uns kommen, hier Interessantes entdecken und sich in gemütlicher Runde wohl fühlen", betont Distler.


Lange Tradition

Der Markt hat im Ort eine lange Tradition und geht bis auf das Jahr 1353 zurück, als Bischof Albert Stadt und Schloss Ebenhausen von Herrn Bertholden, dem Grafen zu Henneberg, erwarb. Damit gehörte Ebenhausen fortan zum Hochstift Würzburg und erhielt bald durch König Karl das Stadt- und Marktrecht, das das Erheben von Zöllen einschloss. In der Folgezeit nutzten die adeligen und bürgerlichen Amtmänner diese Rechte bis 1802 als zusätzliche Einnahmen. Als Ebenhausen nach der Säkularisation zu Bayern kam, blieb das Marktrecht erhalten. Selbst nach dem Zweiten Weltkrieg - so erinnern sich Zeitzeugen - fanden noch Markttage statt.
Diese Tradition verschwand schließlich. Wann genau ist nicht bekannt. Als Ebenhausen 1988 sein 1200-jähriges Bestehen feierte, wurde der Markt wiederbelebt und gehört inzwischen zum festen Bestandteile im Jahreslauf. Mit der Sanierung des Ortskernes um Schloss, Rathaus und Heimatmuseum findet sich ein herrliches Ambiente für ein Markttreiben, das unter dem Motto "vielseitig - musikalisch - traditionell - gemütlich" stehen wird.


Konzert und Weißwürste

Das Marktgeschehen läuft nur am Pfingstsonntag, 15. Mai, und wird um 11 Uhr von Bürgermeister Franz Kuhn auf dem Kirchplatz eröffnet. Für die musikalische Umrahmung sorgt die Blaskapelle Ebenhausen, die anschließend auf dem Schlossplatz zu Konzert und Weißwurstfrühstück einlädt. Im weiteren Beiprogramm tritt um 14 Uhr die Kindertrachtentanzgruppe auf dem Kirchplatz auf. Um 15 Uhr erfreuen die Nachwuchsmusiker "Notenkiller" mit Vorträgen auf dem Schlossplatz. Um 16 Uhr folgt ein Wettbewerb in Motorsägen und Schnitzen am Kirchplatz. Der Marktbetrieb endet um 19 Uhr.


Auch Hausgemachtes

An den einzelnen Ständen weird es ein umfangreiches Angebot geben, darunter Töpferwaren, Gartendekorationen, Diverses aus Stoff, Wolle und Filz, Glasperlen, allerlei Selbstgenähtes, Puppenkleider, Ringe, Anhänger, Ketten und Schuck aller Art, Holz- und Edelstahlarbeiten, Dekoartikel, Portraits, Accessoires in Handarbeit, Körnerkissen, Drechselsachen, Hundeleinen, -halsbänder und - spielsachen und Vieles mehr. Dazu kommen hausgemachte Liköre und Schnäpse, Nudeln und Süßwaren sowie zahlreiche weitere Lebensmittel. Für das leibliche Wohl tragen die örtlichen Vereine Sorge mit Kaffeebar, Käse- und Zwiebelplootz, Dätscher, Spanferkel, Pizzen, Hamburger, Bratwürsten, Eiscreme, Cocktails und Getränken aller Art.
Ein weiteres Highlight bringt der Pfingstsonntag bereits um 9.30 Uhr, wenn Bürgermeister Franz Kuhn am Kirchplatz die Oerlenbacher Rundwanderwege offiziell eröffnet. Diese Touren sind der Teil des neuen Wanderwegekonzepts im Landkreis Schweinfurt einschließlich angrenzender Zonen. Oerlenbach hat sich als Mitglied der Allianz Oberes Werntal in dieses Freizeitangebot integriert.
Über ein paar Jahre arbeiteten Werner Dengler und Reinhold Zwirlein bei der Erstellung der Routen bis hin zu Aufstellung der Wegmarkierungen mit. Im Gemeindegebiet verlaufen vier Strecken. Drei von ihnen können an diesem Tag getestet werden, nämlich der Grottenweg mit6,1 Kilometern, der Weg "Wernquelle Nord" mit 10,4 Kilometern und der Weg "Knückelein" mit 12,4 Kilometern, geleitet von Werner Dengler, Ludwig Sauer und Reinhold Zwirlein. Unterwegs gibt es Getränke. Zurück am Ziel wartet das Marktfest.
Bereits am Pfingstsamstag stimmt sich der Ort mit einem Dorffest ab 18 Uhr am Kirchplatz auf den Markt ein. Zur Unterhaltung spielt die Blaskapelle Ebenhausen auf.
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