Bad Kissingen
Spende

Ministranten sammelten 2900 Euro

Die Ministranten der Herz-Jesu-Pfarrei spendeten das in den Karwochen beim Ratschen gesammelte Geld an die Max-Armbrecht-Leukämiehilfe.
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Die Herz-Jesu-Ministranten (von links) Julian Meder, Philipp Bohatsch und Chiara Petrik übergaben 2888,15 Euro an Rechtsanwalt Nicolas Sauer von der Max-Armbrecht-Leukämiehilfe. Foto: Sigismund von Dobschütz
Die Herz-Jesu-Ministranten (von links) Julian Meder, Philipp Bohatsch und Chiara Petrik übergaben 2888,15 Euro an Rechtsanwalt Nicolas Sauer von der Max-Armbrecht-Leukämiehilfe. Foto: Sigismund von Dobschütz
Fast 2900 Euro haben die 15 Ministranten der Herz-Jesu-Pfarrei in den Karwochen der Jahre 2014 und 2015 beim Ratschen gesammelt. Jetzt übergaben sie ihre Spende wie in den Jahren zuvor an die Kissinger Max-Armbrecht-Leukämiehilfe. Stolz präsentierten Chiara Petrik, Philipp Bohatsch und Julian Meder nicht nur ihren symbolischen Scheck über genau 2888,15 Euro, sondern auch gleich das Bargeld, das sie Rechtsanwalt Nicolas Sauer überreichten.
Dabei berichteten sie
Sauer auch von ihren Erlebnissen beim Ratschen. "Manche Leute haben über unseren Lärm geschimpft", erinnerte sich zum Beispiel Chiara Petrik, "aber das waren wohl Auswärtige, die diesen alten Brauch nicht kannten". Früher zogen in katholischen Gegenden die Ministranten in der Karwoche mit hölzernen Ratschen, anderenorts auch Rappeln oder Klappern genannt, durch die Straßen der Dörfer und Stadtteile, um die Gläubigen mit verschiedenen Sprüchen an die Gebets- und Andachtszeiten zu erinnern. Das Lärmen der Ratschen hilft, die Passanten im Lärm des Alltags auf sich aufmerksam zu machen.
Philipp Bohatsch hatte meist gute Erfahrungen beim Ratschen gemacht, wenn er wie alle anderen drei oder vier Mal am Tag durch die Innenstadt lief: "Viele Kissinger kennen noch die Sitte aus ihrer Kindheit und haben sich gefreut, dass wir diese Tradition fortsetzen." Solche Spender gaben dann umso mehr, zumal das Geld nicht wie anderenorts für die Ministranten-Kasse, sondern wieder für die Max-Armbrecht-Leukämiehilfe bestimmt war.
"Wir helfen Krebskranken auf unterschiedliche Weise", bedankte sich Nicolas Sauer bei den drei Jugendlichen, die stellvertretend für alle 15 Ministranten zur Spendenübergabe gekommen waren. Diesmal ist das Geld zur Finanzierung der Halbtagsstelle eines Psychotherapeuten an der Würzburger Universitätsklinik für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie bestimmt. Sauer: "Die durch eine Operation teilweise entstellten Patienten brauchen dringend psychologische Betreuung." Die Max-Armbrecht-Leukämiehilfe finanziert deshalb die halbe Facharztstelle mit jährlich 25 000 Euro.

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