Bad Kissingen
Kissinger Sommer

Medaillen zum Abschied

Die scheidende Intendantin Dr. Kari Kahl-Wolfsjäger ist jetzt Ehrenmitglied des Fördervereins Kissinger Sommer.
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Vorsitzender Anton Schick (links) und sein Stellvertreter Hans-Ulrich Finger überreichten Intendantin Dr. Kari Kahl-Wolfsjäger drei goldene Münzen der Wiener Philharmoniker. Im Hintergrund Valery Gergiev.
Vorsitzender Anton Schick (links) und sein Stellvertreter Hans-Ulrich Finger überreichten Intendantin Dr. Kari Kahl-Wolfsjäger drei goldene Münzen der Wiener Philharmoniker. Im Hintergrund Valery Gergiev.
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Der Förderverein Kissinger Sommer hat ein neues Mitglied - beitragsfrei, auf Lebenszeit: die scheidende Intendantin Dr. Kari Kahl-Wolfsjäger. "Der Vorstand des Fördervereins Kissinger Sommer hat einstimmig beschlossen, Frau Dr. Kari Kahl-Wolfsjäger, Gründungsintendantin des Musikfestivals Kissinger Sommer, in dankbarer Würdigung ihrer hervorragenden Verdienste sowie 30-jährige Regie in der Zeit von 1986 bis 2016 die Ehrenmitgliedschaft zu verleihen", heißt es auf der Urkunde, die Fördervereinsvorsitzender Anton Schick beim Empfang im Rossini-Saal überreichte.


Zeichen der Wertschätzung

"Die 30 Jahre Intendanz waren eine schöne Zeit für uns alle", sagte Schick. "Als kleines Zeichen der Wertschätzung und als Erinnerung an die erfolgreiche Zusammenarbeit darf ich Ihnen heute drei mehr als verdiente Goldmedaillen mit Motiven der Wiener Philharmoniker als Präsent unseres Vereins überreichen." Eine Medaille für jeweils zehn Jahre.
"30 Jahre überaus erfolgreiche Intendanz von Frau Dr. Kahl-Wolfsjäger neigen sich nun ihrem Ende zu. Nach dieser schönen und erfolgreichen Zeit ist es schwer, Worte zu finden für die Gedanken, die uns heute bewegen", so Schick weiter.
Aber er fand sie doch. Er erinnerte an die "schwierigen Anfangsjahre mit bescheidenen Besucherzahlen" und an den Aufbau des Fördervereins. "Durch Ihren unermüdlichen Einsatz konnten wir bald die bedeutendsten Solisten und Orchester hier begrüßen und ihre Interpretationen genießen." Die wichtige nationale und internationale Presse habe sehr schnell die Qualität des Festivals erkannt und sich in ihrer Berichterstattung über die Schöpfung von neuen Konzertreihen überboten, etwa über die LiederWerkstatt oder den KlavierOlymp, der viele heute bekannte Künstler hervorgebracht habe.
Schick dankte den Männern der ersten Stunde: Alt-Oberbürgermeister Georg Straus und Christian Zoll, Schatzmeister Bernd Müller, "Mitgründervater" Eduard Lintner und Schirmherr Prof. Hans Maier.


Die zwei Millionen im Visier

Den Dank an die Mitglieder und Sponsoren untermauerte er mit Zahlen: Der Förderverein, der in seinem 25. Jahr 972 Mitglieder hat, hat seit seiner Gründung 1,780 Millionen Euro an die Stadt Bad Kissingen gespendet. Dazu kommen 95 000 Euro für den Luitpoldpreis und die Kosten für den "KlavierOlymp", die überwiegend von den Mitgliedern getragen werden. "Der Förderein ist damit der größte private Sponsor des Festivals."
Auch in diesem Jahr erhielt Oberbürgermeister Kay Blankenburg einen Scheck über 70 000 Euro. Der dankte dem Vorstand und den Mitgliedern für ihre Treue und Solidarität: "Aber bis zum nächsten Jahr sollte jeder ein neues Mitglied werben", meinte er nicht ganz uneigennützig.
Luitpoldpreisträger - und damit um 5000 Euro reicher - wurde der junge Cellist Andrei Jonita aus Rumänien. Er war der Vergabejury bei den Konzerten der KlangWerkstatt förderwürdig aufgefallen.


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