"Was das sein wird, wissen wir heute noch nicht", bekennt der Vorsitzende Sebastian Kurz. Der Vorstand wolle aber lieber rechtzeitig auf rückläufige Zahlen bei den Fahrern und Zuschauern reagieren, als dass man sich in den kommenden Jahren über die Runden quäle.
Waren es in den Anfangsjahren noch etwa 300 Gäste, die sich über die erwachsenen Fahrern auf ihren Plastikautos am Straßenrand Zum Schondratal amüsierten, so sind es zum Schluss nur überschaubare rund 50 Zuschauer. Am Wetter kann es nicht liegen. Es passt. "Da hätte man mit deutlich mehr Publikum rechnen müssen", bedauert Kurz.
Über 18 Jahre müssen die Fahrer der Bobby-Cars sein, so das Reglement der Veranstalter. Man erinnert sich noch gern an Herbert Fischlein, der vor zehn Jahren im Alter von 65 an den Start ging. Auch Christian Machwart, Martina Bartl, Udo Düsterwald und Armin Zeitz zählen zu den Fahrern der ersten Stunde.
In Erinnerung geblieben sind auch die Ideen, das Bobby-Car in Tiger- und Leopardenfelle zu kleiden oder als Pink Panther die Straße hinab zu sausen. Als urig wurde immer der Transport der kleinen Bobby-Cars auf den offenen Ladeflächen von Jeep oder Transporter empfunden.
Bis auf einen Schlüsselbeinbruch und kleinere Blessuren blieben die zehn Jahre Bobby-Car-Rennen ohne große Unfälle. Die höchste Geschwindigkeit in direkter Schussfahrt sei mit 65 Stundenkilometer auf der abgeschlossenen Rennstrecke gemessen worden, berichtet Kurz. In der Regel aber werden Spitzenwerte von höchstens 30 Stundenkilometer erreicht, weil etliche Reifenstapel als Hindernisse ihre Bremswirkung entfalten. Verschleiß gibt es nicht nur an den Plastikautos, sondern auch an den Schuhen der Fahrer. Den lediglich die Sohlen helfen beim Bremsen.
Die Schienhecke-Leute sind dankbar für die Geduld der Anwohner in der Straße Zum Schondratal. Der Dank gehe auch an die Unterstützer und Helfer. "Vielleicht haben wir bis zum kommenden Jahr eine zündende Idee für eine pfiffige andere Veranstaltung", sagt Kurz. Die Schienhecke-Leute wollen in Klausur gehen und den anderen Vereinen aus Dittlofsroda zuarbeiten.