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Hammelburg
Kirche

Lebensfreude und Nachdenklichkeit

Eine brasilianische Delegation berichtete über den Überlebenskampf im heimischen Amazonasbecken.
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Die brasilianische Delegation stellte sich und die Lage in ihrer Heimat im Misereor-Gottesdienst vor. Von links: Pfarrer Thomas Eschenbacher, Schwester Deca Amaral, Christiane Hetterich, Josielson Santos da Costa und Maria José Pinheiro de Jesus. In der Mitte symbolisch dargestellt der Fluss Tapajós im Amazonasgebiet. Foto: Barbara Oschmann
Die brasilianische Delegation stellte sich und die Lage in ihrer Heimat im Misereor-Gottesdienst vor. Von links: Pfarrer Thomas Eschenbacher, Schwester Deca Amaral, Christiane Hetterich, Josielson Santos da Costa und Maria José Pinheiro de Jesus. In der Mitte symbolisch dargestellt der Fluss Tapajós im Amazonasgebiet. Foto: Barbara Oschmann
Lebhaft ging es beim Misereor-Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche mit brasilianischen Gestaltungselementen und sechs Gästen aus dem südamerikanischen Land zu. Celem, eine Freiwillige der Organisation "Weltwärts", die für ein Jahr in Würzburg lebt, tanzte das Evangelium herein, so wie sie es bereits beim Fernsehgottesdienst zu Eröffnung der bundesweiten Misereor-Fastenaktion getan hatte.
Doch neben heiteren Ansätzen gab es auch viel Nachdenkliches.
Schwester Deca Amaral, Mitschwester der Hammelburgerin Johannita Sell in Juruto Velho berichtete von der Bedrohung des Lebensraumes für die Bewohner Amazoniens durch den Bauxit-Abbau, der weitflächige Rodungen des Regenwaldes mit sich bringt.
Josielson Santos da Costa erzählte von einer weiteren Bedrohung der Lebensgrundlagen. Und zwar durch ein riesiges Staudammprojekt der Regierung am Fluß Tapajós, 80 000 Menschen sind davon betroffen. Die katholische Kirchengemeinde Hammelburg hat in den vergangenen Wochen schon jede Menge Unterschriften gegen dieses Staudammprojekt gesammelt.
Außerdem als Gast aus Brasilien dabei war Maria José Pinheiro de Jesus, die Leiterin der Caritas in der Diözese Óbidos.
Begleitet wurde die Delegation von Christiane Hetterich, Diözesanreferentin für den Bereich Mission, Entwicklung, Frieden, die als Dolmetscherin fungierte. Nach dem Fastenessen gab es beim Pfarrfamiliennachmittag neben der Information über die Situation in Brasilien eine "Gut-Wetter-Vorhersage" mit Infos über das Jahresprogramm der Pfarrei, Live-Musik mit dem Kinderchor, einen Film über die Vierzehnheiligen-Wallfahrt und eine kurzweilige Amerikanische Versteigerung. Dort gab es unter anderem ein signiertes Trikot der Hammelburger Volleyball-Herrenmannschaft aus der zweiten Bundesliga und eine Stunde Gartenarbeit von Pfarrer Thomas Eschenbacher und Pfarrgemeinderatsvorsitzender Barbara Oschmann.
Spenden für die Arbeit der Schwestern in Brasilien übergaben Pfarrer Thomas Eschenbacher (500 Euro und eine Gitarre), Maria Stöcker vom Bastelkreis (1500 Euro) und Edgar Denner von den Vierzehnheiligen-Wallfahrern (200 Euro). Zwei angehende Theologen aus dem Würzburger Priesterseminar spielten am Samstagabend brasilianische Lieder mit Gitarrenbegleitung im Irish Pub. Einer davon, Amauri Roso Pereira Junior, macht in der Kirchengemeinde ein Praktikum . Wolfgang Dünnebier

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