Bad Kissingen
Versammlung

Langlauf bei Hitze

Um die Mitgliederzahl zu halten und sogar noch zu steigern, lässt sich der Skiclub immer etwas Neues einfallen wie Skiken.
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Robert Keß demonstrierte die Ganzkörpersportart "Skiken" eine Art "Sommerlanglauf auf luftgefederten Rollen". Foto: Peter Rauch
Robert Keß demonstrierte die Ganzkörpersportart "Skiken" eine Art "Sommerlanglauf auf luftgefederten Rollen". Foto: Peter Rauch
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400 Mitglieder, das ist erklärtes Ziel des Skiclubs Bad Kissingen, der am Wochenende seine Jahreshauptversammlung abhielt. Ein Ziel, das bei einem aktuellen Mitgliederstand von 375 ohne weiteres zu schaffen ist, waren es doch zum Stichtag 1. Januar "nur" 343 Mitglieder. Dass die Mitgliederzahlen steigen, hat allerdings wenig mit den originären Abteilungen Ski, Eiskunstlauf und Eisstockschießen zu tun, sondern vielmehr mit Badminton, das der Skiclub schon vor Jahren in sein Programm aufgenommen hat. Aus dieser Abteilung, die inzwischen schon Spieler im Bayernkader listet, resultieren die meisten Neuzugänge.
Richard Fix und Jürgen Tenschert, die erst im vergangen Jahr zu den Vorsitzenden des Vereins gewählt wurden, gaben abwechselnd eine strategische Ausrichtung für die kommenden drei Vereinsjahre. So verläuft die Mitgliederentwicklung derzeit sehr positiv, mit weiteren Angeboten und Veranstaltungen speziell für Mitglieder möchte man eine noch höhere Bindung, gegebenenfalls sogar Neueintritte erreichen. So sind zum Beispiel die Kursgebühren für Eiskunstlauf fast genau so hoch wie die Mitgliedsgebühr, wobei dann keine Kursgebühren fällig wären, Skikurse zum Beispiel werden generell nur noch für Mitglieder angeboten. Und hier ergab sich schon das erste Problem: Das Herzstück der Ski-alpin Abteilung, der Lift am Feuerberg, wird geschlossen. Nachdem sich die Ski-Clubverantwortlichen mehrere Alternativstandorte ansahen, hat man sich nun auf den Farnsberg mit seinen Liften festgelegt, zudem der Liftbetreiber dem Skiclub dort auch noch einen Raum für die Skikurse angeboten hat. So ist zumindest dieses Thema vom Tisch.
Ganz anders sieht es mit der Eishalle aus. Vereinsvorsitzender Richard Fix, der gleichzeitig als Abgeordneter der Grünen dem Stadtrat angehört, saß bei der Mitgliederversammlung praktisch zwischen zwei Stühlen: "Erst am letzten Mittwoch wurde der Stadtrat in nicht öffentlicher Sitzung über den Stand der Verhandlungen bezüglich Eishalle informiert", und da noch nichts unterschrieben sei, müsse noch Stillschweigen gewahrt werden, soweit die Aussage des Vereinsvorsitzenden. Die beiden Abteilungen Eiskunstlauf und Eisstockschießen befürchten immer noch den Verlust ihrer sportlichen Heimat. Würde die Halle abgerissen, gäbe es für die Eiskunstlaufabteilung kaum eine Alternative, denn meist Kinder besuchen diese Kurse. Etwas besser stehen die Eisstockschützen da. Zwar verlieren auch sie ihr "Zuhause" wenn der neue Eigner die Preise anhebt, aber schon vor Jahren haben sie vorgesorgt und sich eine "Sommerstockbahn" auf einem von der ehemaligen Kurverwaltung angemieteten Gelände angelegt und nun sogar einen Kiosk dazugemietet. Allerdings, so Christian Draga, Sprecher der Eisstockschützen, "viele Vereine, Firmen und Organisationen kommen zu uns, wenn wir in der Eishalle sind, um sich hier beim Betriebsfest einmal sportlich zu betätigen und das würde dann natürlich wegfallen".
Das "Eishallenproblem" betrifft aber nicht nur den Skiclub und die "Kissinger Wölfe", neben den beiden Wintersportvereinen warten auch mindestens drei weitere Kissinger Sportvereine gespannt, was die Zukunft am Hans-Weiß-Sportgelände bringen wird. So wurde im Lauf der Versammlung bekannt, dass ein möglicher Investor das zwischen Eishalle und Sportplatz gelegene, verbretterte Haus gleich mitübernehmen möchte, um dort ein Bettenhaus zu errichten. Bislang wird dieses Gebäude von den Vereinen genutzt, um Gerätschaften unterzubringen. Verschwinden soll aber nicht nur dieses Haus, sondern auch die Grünfläche davor mit drei ausgewachsenen, schattenspendenen Laubbäumen.
Mit "Skiken", einer Ganzkörpersportart vergleichbar einem Sommerlanglauf auf luftgefederten Rollen, stellte Robert Keß eine neue Trendsportart vor, die hervorragend auch auf den Wanderwegen in und um Bad Kissingen betrieben werden könne. Neben diesen "Kurzskiern auf Rollen" seien nur achselhohe Stöcke erforderlich, und da die Reifen luftgefedert seien, würden keine asphaltierten Wege und Straßen benötigt werden.

Ehrungen
50 Jahre
Roswitha Sauer

40 Jahre
Andre Prechtl, Christian Keul, Roland Meiser, Astrid Köllmer, Hans-Eino Geiger, Marita Fischer, Christian Draga, Ursula Pfister, Christel Hartmann, Erich hartmann, Fritz Prechtl und Elisabeth Prechtl.

25 Jahre
Sebastian Munack, Stefanie Loos, Sabrina Metz, Heike Stäblein, Gretl Faber und Toni Hippeli

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