Wermerichshausen
Lesung

Kurzgeschichten für Freunde des gepflegten Horrors

Diese Autoren-Lesung hätte wahrhaftig mehr Zuhörer verdient gehabt. Doch die meisten Besucher des Tierheims Wannigsmühle am Samstagnachmittag kümmerten sich nicht um die Horror-Geschichten des Alfred Berger, sondern um die Tiere hinter Gittern.
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Alfred Berger hat im Tierheim Wannigsmühle aus seinem Erstlingswerk "Brainfuck" gelesen.  Foto: Hubert Breitenbach
Alfred Berger hat im Tierheim Wannigsmühle aus seinem Erstlingswerk "Brainfuck" gelesen. Foto: Hubert Breitenbach
Tiere, deren Leben mitunter eine immerwährende "Horrorgeschichte" ist. Die meisten Besucher waren ja auch der Tiere wegen gekommen, etwa um Katzen zu streicheln oder Hunde auszuführen.
Der Titel "Brain Fuck" (Luzifer Verlag, Bochum) ist ein Begriff aus der Yankee-Sprache, sagte der Autor bei einem Gespräch mit unserer Zeitung, und die Horror-Kurzgeschichten sind phantastische Geschichten zum Gruseln, Geschichten mit Gänsehaut-Garantie.
"Sie richten sich vornehmlich an Freunde des gepflegten Horrors", sagte der selbständige Schauspieler und Autor aus Esslingen. Dabei lege er großen Wert auf eine saubere Sprache.
Der Autor las vor kleinem, aber interessiertem Publikum aus seinem Erstlingswerk unter anderem die Titelgeschichte "Brainfuck", in der er die aufregenden Momente eines Motorradfahrers nach einem Beinahe-Unfall phantasievoll schildert, während sich der geschockte Biker am drallen Busen einer Kellnerin ergötzt und sich von seinem Schock erholt. Am Ende der Lesung stellte eine Zuhörerin begeistert fest: "Ich kann mich beim Zuhören wesentlich tiefer in eine Geschichte hineinversetzen und diese miterleben, als wenn ich sie selbst lese."

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