Bad Kissingen
Gewinnspiel

Künstlerfrühstück mit Alban Gerhardt

Einmal beim morgendlichen Kaffee einen Schwatz mit einem Star halten. Das konnten Saale-Zeitung-Leser beim "Künstlerfrühstück " mit Cellist Alban Gerhardt.
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Künstlerfrühstück 2015 mit Cellist Alban Gerhardt Foto: Carmen Schmitt
Künstlerfrühstück 2015 mit Cellist Alban Gerhardt Foto: Carmen Schmitt
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Zwischen Obstsalat und Schinkenbrötchen haben die Gewinner des "Künstlerfrühstücks" den Cellisten Alban Gerhardt ausgefragt. Bei der Aktion der Saale-Zeitung plauderte der Musiker mit den Lesern über seine Auftritte beim "Kissinger Sommer", schlechte Musiklehrer und Faulheit.

"Solist ist keine Berufswahl. Man wird Musiker, und was daraus wird, ist Schicksal", sagte Alban Gerhardt in der Frühstücksrunde.
Der 46-jährige Künstler lebt mit seiner Familie in Berlin und legt Wert darauf, frei zu arbeiten. "Ich habe sonst Angst, dass ich aufhöre zu lernen. Ich bin generell eher ein bequemer Mensch", sagt er und schmunzelt. Am Abend vor dem Künstlerfrühstück hat er im Rossini-Saal im Regentenbau bei einem Quintette von Mozart und Brahms mitgespielt. Hildegard Schöllhorn hatte sich Karten besorgt: "Ich konnte ja unmöglich zum Frühstück kommen, ohne ihn gehört zu haben", sagt die 63-Jährige. "Ich bin kein Klassikfan, ich fand den modernen Teil am spannendsten."

Musik schon vor der Muttermilch

Ob auf der Bühne zu wenig mit dem Publikum geredet wird, wollte Moderator und Reporter Thomas Ahnert wissen. "Ein Musiker ist kein Musikwissenschaftler und Redner. Das können nicht alle", sagte Alban Gerhardt. Er kann es und tut es und die Frühstücker freuen sich. "Wie kamen Sie zur Musik?", fragte Ewald Söder aus Garitz. "Schon als Zwei- oder Dreijähriger bin ich zwischen den Notenständern herumgekrabbelt. Ich habe Musik schon vor der Muttermilch eingesogen." Inzwischen tourt der 46-Jährige von Auftritt zu Auftritt. "Wann sind Sie denn mal zu Hause?", fragte Walter Schäfer. "Zwischendurch immer", sagt Alban Gerhardt. Dann spielt er Tennis oder liest. Für den restlichen Zeitvertreib sorge sein zweijähriger Nachwuchs. Der hält ihn fit und auf Trapp, was er bei seinem Vorsatz gebrauchen kann: "Ich habe keine Lust, mich jemals zur Ruhe zu setzen. Ich will das machen bis ich 80 bin."
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