Eltingshausen

Kreuzung notwendig

Die Bürgerinitiative Eltingshausen fühlt sich verschaukelt. Sie hält eine höhengleiche Anbindung für unverzichtbar.
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Immer wieder haben die Eltingshäuser für die Entlastung ihrer Ortsdurchfahrt demonstriert. Die Planungen sind angelaufen, aber die Bürgerinitiative fühlt sich von den Vorschlägen verschaukelt. Foto: Archiv/Stefan Geiger
Immer wieder haben die Eltingshäuser für die Entlastung ihrer Ortsdurchfahrt demonstriert. Die Planungen sind angelaufen, aber die Bürgerinitiative fühlt sich von den Vorschlägen verschaukelt. Foto: Archiv/Stefan Geiger
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Die Änderungsvorschläge der Regierung von Unterfranken für die Ortsumgehung Eltingshausen - KG 43 neu spalten die Bürgerinitiative (BI) Eltingshausen "Menschen statt Verkehr". Sie torpedieren das einstige Ziel, eine einvernehmliche Lösung für alle Beteiligten zu finden. Insbesondere der Vorschlag, auf die höhengleiche Anbindung der KG 43 in Richtung St 2445 (B19 alt) zu verzichten, stößt bei vielen Initiatoren auf großen Unmut, sie fühlen
sich verschaukelt.

"Die vom Landkreis Bad Kissingen eingereichte Planung der KG 43 neu war für die BI Eltingshausen ein Minimal-Kompromiss, den die Teilnehmer in vielen Treffen gemeinsam mit dem Landkreis und der Gemeinde und vor allem mit den Anwohnern KG 43 alt und neu sowie den Landwirten und Geschäftsleuten erarbeitet haben", sagt Andreas Kukuk, einer der sprecher der BI.

Und er weist darauf hin, dass unter anderem die Linksabbiegespur an der Einmündung der KG 43 alt in die KG 43 neu vereinbart war, deren Kosten die Gemeinde Oerlenbach trägt. Der Landkreis Bad Kissingen hingegen habe zugesagt, den Abschnitt der KG 43 alt auf Höhe der Feldscheune bis zum Ortseingang von Eltingshausen herzurichten. Kukuk: "Es hieß: Der Unterbau wird saniert, darauf kommt eine zehn Zentimeter starke Tragdeckschicht. Die Straße wird vier Meter breit und erhält jeweils eine 0,5 Meter breite Bankette."

An die Planung erinnern

Genau an diese Zusage möchte die BI Eltingshausen die Planer noch einmal nachdrücklich erinnern. Schließlich gebe es gute Gründe für die höhengleiche Anbindung. Ein Verzicht brächte zum Beispiel Umwege von 1,2 bis 1,5 Kilometer pro Fahrt (je nach Lage der Wohnhäuser) für Gemeindebürger in Eltingshausen Ost und Süd, Oerlenbach Nord und Mitte sowie Rottershausen bei Fahrten von bzw. nach Rottershausen über den künftigen Kreisverkehr am Umspannwerk. Das sei nicht nur mit Zeitverlust verbunden, sondern auch mit einem höheren CO2 -Ausstoß verbunden. Private Fahrten zur Schule, zum Sport, zu den Geschäften in Oerlenbach und Eltingshausen würden deutlich länger.

Probleme, so die BI, entstünden auch für landwirtschaftliche Fahrten zu den Feldern jenseits der St 2445 bzw. auf die St 2445 Richtung Schweinfurt zum Abtransport der Ernte. Dazu komme, dass landwirtschaftliche Großfahrzeuge die KG 43 neu vom Umspannwerk bis zur St 2445 nicht mehr ohne weiteres überqueren können. Denn Anbaugeräte müssten vor der Durchfahrt der Tunnelröhren jedes Malabgekoppelt werden
Einbußen bis hin zur Existenzbedrohung befürchtet die BI für geschäftliche Fahrten der Gastronomie (u. a. Pizza-Ausfahrdienst), Handwerksbetriebe und Abschleppdienst. "Rottershausen wird von Eltingshausen und damit vom Rest der Gemeinde abgeschnitten", sagt Kukuk. Dafür würden die Autofahrer verstärkt auf die befestigten, eigentlich gesperrten Feldwegen zwischen dem Oerlenbach Sportheim und der St 2445 (B19 alt) ausweichen.

Notwendigkeit wird anerkannt

"Die BI Eltingshausen steht zu ihrem Wort und stellt die Ortsumgehung KG 43 neu nicht in Frage, weil die Entlastung von Eltingshausen und vor allem auch von Oerlenbach - nach Tieferlegung der Bahnbrücke - vom Lkw-Verkehr sehr wichtig ist", betont Kukuk. "Aber wir wollen keine Ortsumgehung ohne höhengleiche Anbindung der jetzigen KG 43." Es sei zu bedenken, dass diese Trasse um Eltingshausen dann dauerhaft erhalten bleibt - auch nach einer Höherstufung der KG 43 neu zur B 286 neu.

Gewisse Mindeststandards, und dazu zählt auch der Lärmschutz, müssten gewährleistet bleiben, fordert die Initiative. Genau dafür müssten sich alle Beteiligten einsetzen.

Definition Von Höhengleichheit (auch Plan- oder Niveaugleich) einer Kreuzung spricht man, wenn sich zwei Verkehrsachsen in derselben Höhe kreuzen und somit eine Vorfahrtsregelung (gegebenenfalls mit baulichen Maßnahmen wie Beschrankung von Bahnübergängen) notwendig machen. Einfaches Beispiel ist eine gewöhnliche Straßenkreuzung, aber auch jeder Bahnübergang.
Quelle: Wikipedia
red




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